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Haltet durch und zusammen!

Obwohl es für uns alle momentan wichtig ist, wacker zu bleiben, beginnt die Zeitrechnung mit dem Jahr 1905 und der Gründung von Admira. Wacker wurde 1908 gegründet, weitere 3 Jahre später die erste Meisterschaft ausgetragen. Wacker startete in der 2. Klasse A (entsprach der 2. Liga), Admira in der 2. Klasse C viertklassig. Den ersten Meistertitel konnten die Floridsdorfer 1926/27 feiern, da war der 1. Weltkrieg bereits vorbei. Er dauerte von 1914 -18, während dieser Zeit wurde die Meisterschaft nicht unter- oder abgebrochen.

 

Gefolgt wurde der Weltkrieg mit praktisch fließendem Übergang von einer weltweiten Pandemie, der Spanischen Grippe. Die in den USA ihren Ausgang nahm, in den Jahren 1918-20 rund 50 Millionen Todesopfer forderte. Der Name stammt übrigens daher, dass die spanische Presse die einzige weltweit war, die über diese fürchterliche Seuche berichtete. Natürlich sind die infrastrukturellen und die hygienischen Umstände von damals nicht mit den heutigen vergleichbar – doch man kann sehen, was ein praktisch ungehindertes Ausbreiten eines Virus‘ anrichten kann. Damals wie auch in Zukunft nach Überstehen der aktuellen Pandemie mussten und werden die Menschen nach diesen Krisen durch- und zusammenhalten, ihre Welt wieder aufbauen.

Admira machte in der Zwischenkriegszeit Schlagzeilen mit ihren sportlichen Höhenflügen und Erfolgen

Die Zwischenkriegszeit war die erfolgreichste Ära der Admira, die in dieser Zeit auch als erste Mannschaft mit der Bezeichnung "Wunderteam" versehen wurde. Bis zum zweiten Weltkrieg 1939-45 wurde die Meisterschaft unverdrossen weitergeführt, erst 1945 kurz vor Kriegsende abgebrochen. Damals gab es einzigartig in der Geschichte keinen Meister. Und danach wieder Aufbau, durch- und zusammenhalten. Gemeinsam mit dem ersten wirtschaftlichen Aufschwung kamen auch nach und nach ab der Saison 1949/50 Vereine aus allen Bundesländern in die Liga. Die heutige Bundesliga wurde 1974 gegründet – davor gab es 1973 eine Unterbrechung auf Grund der Maul- und Klauenseuche. Diese betraf das Burgenland und Niederösterreich, die Spiele der betroffenen Klubs wurden damals verschoben und die Meisterschaft später zu Ende gespielt.

 

Ob das mit der aktuellen Saison auch passieren wird, steht derzeit in den Sternen. Fast alle Klubs meldeten bereits ihre Angestellten zur Kurzarbeit an. Wie etwa Admira Wacker seine 90 MitarbeiterInnen. Deren Spieler sich auch mittels der #admiramachine Challenge fit halten. Die LASK – Belegschaft der Geschäftsstelle arbeitet nun beim Roten Kreuz, ein sehr schönes Zeichen der Solidarität. Wie auch die Aktion des Altachers Manfred Fischer - er spendet, anstatt in Kurzarbeit zu gehen, seinen entsprechenden Anteil an die Caritas Vorarlberg. Dort wie in vielen anderen systemerhaltenden Betrieben werden großartige Leistungen vollbracht, vermutlich werden die Belastungen noch stärker werden. Hoffentlich nicht so wie in West-Griechenland und Kroatien, wo es obendrein auch noch Erdbeben gab. Admira Wackers Trainer Soldo, der sich in Zagreb befindet, überstand das Beben unbeschadet.

Admira Fans unterstützen den Ballesterer!

Ebenfalls in der Existenz bedroht wie viele kleine Unternehmen ist Österreichs einziges unabhängiges Fußballmagazin, der ballesterer. Das Team räumt zwar ein, dass bereits vor der Corona-Krise "der Hut brannte" oder mit eigenen Worten "ballesterer brennt" – doch aktuell benötigen die engagierten JournalistInnen dringend Unterstützung. Am einfachsten ist es, ein Heft zu kaufen und zum Beispiel Matthias Marschiks Artikel über das Südstädter Stadion zu lesen. Ein weiterer Zeitvertreib für all jene, die momentan nichts oder wenig zu tun haben, wäre z. B. das Kurier-Quiz zur Premier League: https://kurier.at/sport/fussball/football-stays-at-home-das-kurier-quiz-zur-premier-league-in-zeiten-der-corona-krise/400794101

 

Die ja aktuell wie praktisch weltweit alle Ligen pausiert. In Europa wäre übrigens in "normalen Zeiten" derzeit noch die normale Ligapause, hätte Österreichs Nationalteam am Freitag in Wales und heute Montag gegen die Türkei gespielt. Admira Wacker würde am Samstag in der 3. Play-Off-Runde auswärts beim SKN antreten. Doch ob es jemals dazu kommen wird und wenn, in welcher Form – etwa ob mit oder ohne Publikum – ist momentan nicht absehbar. Wem die Liga oder das Team zu sehr abgehen, der oder die kann ja auf Bildmaterial früherer Spiele zugreifen! Eine Vielzahl an Videos findest du dazu im ASB (Austrian Soccer Board) im Admira-Channel unter diesem Link:

Videos unserer Admira

Zu Hause bleiben und durchhalten heisst es in diesen schwierigen Zeiten

Was die Zukunft des Fußballs betrifft, so ist schwer abzusehen, wann und wie es weitergehen wird. In der Gegenwart fehlt er den Fans, die aber auch andere Sorgen haben. Damit bleibt mir schön langsam nur mehr der Blick in die Vergangenheit, womit ich ja heute schon ein wenig begonnen habe. Die aktuelle Lage verlangt uns allen sehr viel ab, ich hoffe alle Menschen können sich Mut, Humor und Optimismus bewahren, falls nicht, gilt es sie zu unterstützen. Die Devise lautet: Haltet durch und zusammen!

 

Forza haltet durch und zusammen! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

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