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Ein entspanntes Spiel

Eines Tages im Mai machte Admira Wacker den Klassenerhalt klar, die Grenze zum nächsten Tag verschwamm dann doch einigermaßen bei vielen der Protagonisten – Spielern, Funktionären und Fans. Nach einigen Tagen der Erholung bzw. der Wiederaufnahme des Trainings ging die reguläre Saison in die Endphase. Ein letztes Mal spielte die Südstädter "Erste" noch in der mittlerweile für sie beendeten Bundesliga-Saison. In Hartberg, dort wo sie zu Beginn der Meisterschaft nach vier Niederlagen den ersten Sieg feiern konnten. Damals wusste noch niemand, dass es einer von nur zwei im gesamten Herbst sein sollte.

Partystimmung bei den in zwei Stockbussen angereisten Fans auf der Gästetribüne. Für die Südstädter Anhänger war es das einzige entspannte Spiel der ganzen Saison, der Klassenerhalt war ja bekanntlich schon geschafft. Die Steirer steckten noch im Abstiegskampf und sollten nicht nur wegen des erwähnten Sieges auf der Hut sein, Admira Wacker war in der Fremde in der vergangenen Saison auswärts erfolgreicher als daheim. Und speziell gegen die beiden Aufsteiger, gegen die es 6 der insgesamt 8 Siege gab. Ein 9. Hätte bei einer Altacher Niederlage den 9. Endrang gebracht. Gar den 6. Rang ergab die jährliche anonyme Umfrage der Spielergewerkschaft für die Südstädter. Ein sehr erfreuliches Ergebnis, auch wenn es in manchen Bereichen noch Luft nach oben gibt – aber 54 von 70 möglichen Punkten ist wesentlich besser als in den letzten Jahren. 

Eine tolle Choreographie konnte wieder einmal in der Nordkurve des Südstadt Stadions präsentiert werden

Speziell die pünktliche Auszahlung der Gehälter (wiewohl das selbstverständlich sein sollte) spricht für die erfolgte wirtschaftliche Konsolidierung des Klubs. Unter anderen sprach Präsident Philip Thonhauser auch dieses Thema bei einem Interview in der Vorwoche an – der im Vorjahr erfolgte große Aderlass sei auch auf mögliche Versäumnisse in der Konsolidierungsphase zurück zu führen. So schlimm wird es heuer sicher nicht sein, auch wenn mit Stephan Zwierschitz bereits ein Leistungsträger in Favoriten unterschrieben hat. Bei Sasa Kalajdzic und Kolja Pusch scheinen die Zeichen eher auf Abschied zu stehen, Kapitän Daniel Toth verlängerte wie Marcus Maier seinen Vertrag. Unbekannt ist die Laufzeit, bei Toth wohl ein Jahr, bei Maier vermutlich zwei Jahre.


Fotos via Facebook.com/admirawacker1905

Beide standen in der Startaufstellung, in der von der Stammformation nur Sasa Kalajdzic fehlte. Leider wurde dem scheidenden Goalie Manuel Kuttin kein Abschiedsspiel vergönnt. Als Hartberg nach etwa einer Viertelstunde in Führung ging, tat das der Partystimmung auf der Auswärtstribüne keinen Abbruch. Da nutzte im Parallelspiel Innsbruck auch eine 2:0-Führung nichts. Nach Seitenwechsel kam bei Admira Wacker Sasa Kalajdzic, trotz aller Bemühungen bauten die Steirer ihre Führung aus. Damit war im Prinzip auch der Klassenerhalt für sie erledigt, die Tore zum 3:1 –Endstand gingen dann eigentlich schon im kollektiven Jubel unter.

Reiner Geyers Elf verabschiedete sich noch im Stadion von den Fans, speziell Stephan Zwierschitz sehr emotional per Megafon. In der Südstadt wurde die Mannschaft dann von den Anhängern mit Bengalen empfangen, am Parkplatz gab es noch eine improvisierte Party nach diesem einen entspannten Spiel. Die Fans feierten noch lange, da war ein Teil der Spieler bereits auf dem Weg in den Urlaub. Auf den müssen die Burschen der Admira Juniors noch warten - die Regionalliga ist noch nicht zu Ende. Am Freitag verloren die Juniors in Mannsdorf klar mit 1:5.

Hartberg - Admira Wacker 3:1 (1:0)

 

Torschütze:

90+3' Sinan Bakis


Doch sie haben den Klassenerhalt als 12. noch in der eigenen Hand. Mit ein Grund dafür sind der Lizenzentzug für Wr. Neustadt (außer dem Protest wird wider Erwarten stattgegeben) und der Abstieg Innsbrucks, mit dem der (Zwangs-) Abstieg von Innsbruck II aus der 2. Liga einhergeht. Daher gibt es keine weiteren Absteiger aus Liga 2 in die RLO, von dort wird es es auch keinen Aufsteiger geben. Das heißt, für die drei Aufsteiger aus den Landesligen steigen wie ursprünglich geplant 3 Klubs aus der RLO ab. Am kommenden Donnerstag (30.5., 18:00 Uhr) empfangen die Juniors den SV Schwechat in der Südstadt und freuen sich über zahlreiche Unterstützung. Mit einem Sieg könnten sie wie die ‚Erste‘ auch eine Runde vor Schluss den Klassenerhalt schaffen und sich damit ebenfalls ein entspanntes Spiel in der letzten Runde ermöglichen. Die Endphase der Regionalliga und ein erstes Fazit zur abgelaufenen Saison sowie der Ligareform werden Themen der nächsten Kurvenlage sein. 

Forza ein entspanntes Spiel! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

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