25 Geschichten - Teil 7 von Max O.

Liebe Fanatics-Familie, liebe Admiraner!

Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich hier meine Erinnerungen mit euch teilen darf. 25 Jahre SF1995 – ein Wahnsinn, was wir in dieser Zeit alles erlebt haben! Es ist richtig schwierig eine schöne Geschichte oder ein Ereignis hier hervorzuheben, denn eins ist klar, jeder Moment in der Kurve oder im Auswärtsstadion, im Fan-Bus oder im Club-„Kammerl“ im Stadion war und wird immer einzigartig sein!

FC Baumit Admira Wacker, SCN Admira Wacker, VfB Admira Wacker Mödling, Nordea Admira, 32Group Admira, Trenkwalder Admira, FC Admira Wacker, FC Flyeralarm Admira – habe ich einen Namen vergessen? Wenn dem so ist, sei es mir verziehen. Diese Namenswechsel habe ich mitbekommen, jedes Auf- und Ab in diesen Zeiten hat mich als Fan geprägt und hat mir gezeigt, dass die Textstelle „...Fanatics sterben nie…“ aktueller denn je ist. Viele Freundschaften habe ich in unserer Kurve geschlossen und egal wie lange man es nicht ins Stadion schafft, es ist so als ob man letztes Wochenende mit deinen Fanclubfreunden gezittert, gezweifelt, gejubelt und gefeiert hat!

Diese Zeilen zu schreiben, hat viel Zeit in Anspruch genommen, wenn ich die letzten 25 Jahre Revue passieren lasse, wüsste ich nicht welche Geschichte DIE Geschichte ist und welches Ereignis sich am meisten eingeprägt hat. Ich werde es versuchen (auch in chronologischer Reihenfolge) meine Erinnerungen mit euch zu teilen.

Fangen wir ca. im Jahre 1994/95 an. Meine allererste Admira-Erinnerung war der Anstoß in der zweiten Halbzeit irgendeines Ligaspiels. Warum mir dieser Anstoß in Erinnerung blieb? Ganz einfach, die Frisur von Johann Kogler blieb hängen, damals einfach nur aus diesem Grund mein Lieblingsspieler. Ich meine, was habe ich mit 7 Jahren schon großartig vom Fußball verstanden?

In der Saison 1996/97 fand dieses, nennen wir es vorsichtig, eigenartige Projekt des Landes NÖ statt und unsere geliebte Admira wurde nicht nur umbenannt, sondern auch noch in die Landesfarben umgefärbt. In der Saison gab es zwei Geschichten die mir bis heute Kopfschütteln und Freude bereitet haben. Meiner Meinung nach der Knackpunkt der Saison war, als im direkten Duell mit dem FC Linz auf dem grünen Rasen 3 Punkte gewonnen wurden und aufgrund eines 4. Wechsels diese 3 Punkte am grünen Tisch wieder verloren gingen. Zum Abschluss wurde man mit 3 Punkten Rückstand auf den FC Linz Letzter und somit Absteiger. Da jedoch der Linzer ASK und der FC Linz fusionierten, gab es keinen direkten Absteiger, in zwei Relegationsspielen gegen den FC Vorwärts Steyr sollte die Entscheidung über Verbleib oder Abstieg entschieden werden. Mit einem imposanten 5:1 im Heimspiel wurde der Abstieg abgewannt, der Verbleib in der Bundesliga sichergestellt und das Projekt SCN wieder beendet. Eben jenes Projekt zwang die zwei Konkurrenten Admira und VfB Mödling zur Fusion. Es entstand der VfB Admira Wacker Mödling und in der folgenden Saison der Abstieg in die Zweitklassigkeit.

Rosenegger
5-fach Torschütze Manfred Rosenegger wird nach erfolgreicher Relegation auf den Schultern getragen

Ein weiteres Highlight meiner Fanatics Geschichte ist und bleibt der 32. Spieltag in der Saison 1999/2000. Ein 4:0 über den FC Kärnten, ein Platzsturm, die Meisterfeier und ich, ja ich, viele andere auch, aber ICH durfte die Meisterschale in den Mödlinger Nachthimmel heben und hautnah mit der Mannschaft mitfeiern. Ein herrlicher Moment!

Die Saison 2000/01 endete auch mit einer Riesenfete auf dem heiligen Südstadtrasen. Nach einer fulminanten Aufholjagd sicherte sich unsere Admira den Klassenerhalt, dank der Motivationskünste von Hans Krankl. Der 1:0 Sieg über den FC Tirol in Mödling – Goldtorschütze war ein gewisser Dirk Schuster – blieb mir hier besonders gut in Erinnerung. Über die darauffolgende Saison kann nicht viel gesagt werden, außer dass wir den FC Tirol im letzten Spiel vor der Winterpause mit einem 2:0 heimschickten. Einer von 3 Siegen in dieser Saison. Doch die Admira kommt immer wieder, wie der Phönix aus der Asche. Dank des Konkurses von FC Tirol blieben wir erstklassig.

Bis zum 3. Spieltag der Saison 2002/03, dank eines 1:0 Heimsieges gegen Austria Salzburg, dieser Sieg hätte deutlich höher ausgehen müssen, und nach einem 2:1 Auswärtssieg gegen Rapid Wien im Happel Stadion, standen wir auf Platz 2. Dieser Sieg gegen Rapid war und ist einer meiner Lieblingsmomente, als Thomas Zingler kurz vor Ende des Spiels einen, nennen wir es einen Sprint in Richtung Rapid Tor hinlegte und aus ca. 18 Metern den Ball im Tor versenkte. Ich kann mich noch genau erinnern, wie wir uns alle in den Armen lagen und auf den Rängen des Happel Ovals diesen Sieg feierten.

In der Winterpause kam dann das Trainerduo Rachimow und Tatar. Dank einer Sponsoring Aktion, ich glaube es war Kika, durfte ich am roten Sofa an der Seitenauslinie Platz nehmen. Viel Zeit während des Spiels gegen Rapid, welches leider mit 0:2 verloren ging, verbrachte Alfred Tatar neben mir. Die Gespräche waren äußerst amüsant.

Max im Happel
Max feiert das legändere Tor von Thomas Zingler im Happel-Stadion

Bis zur Saison 2005/06 blieb unsere geliebte Admira erstklassig und unter anderem verzauberte uns Fanatics in dieser Zeit ein gewisser Vladimir Jugovic. Sein 1:0 Siegestor gegen den FC Kärnten in der Nachspielzeit und die darauffolgende Freude von Rashid Rachimow, welchen ich bis dato noch nie lachen gesehen hatte, sind ein weiterer Moment den ich hier mit unseren Lesern teilen will.

Vladimir Jugovic im Admira-Dress

Nun werde ich einen Sprung in die Saison 2008/09 machen. Die turbulenten Jahre nach Pishyar mit dem Gang in die Regionalliga bis hin zur Rückkehr in die Zweitklassigkeit durch den Lizenztausch, oder wie man das auch immer nennen soll, mit ASK Schwadorf und die damit erfolgreiche Trenkwalder Zeit. Der Aufstieg wurde verpasst, doch der Höhepunkt sollte noch folgen und zwar in Mattersburg, dem Austragungsort des ÖFB Cup Finales. In der 4. Minute der Nachspielzeit hatte Günther Friesenbichler, beim Stand von 1:1 die Entscheidung auf dem Fuße. Leider säbelte er den Ball aus ca. 1 Meter Entfernung über das Tor, es folgte die Verlängerung und ein 3:1 Sieg der Austria. Der Traum vom ersten Titel seit 1966 und eine Teilnahme am Europacup waren dahin. Trotz dieser Rückschläge in jener Spielzeit, lebte der Fanatics Geist weiter. 

Cupfinale Mbg
Choreo beim Cupfinale 2009 in Mattersburg

2010/11 war es wieder soweit, auf der Hohen Warte, ein neuerlicher Platzsturm, ein neuerliches dem Himmel entgegenstrecken der Meisterschale. Unsere Admira war wieder erstklassig und was in der darauffolgenden Saison geschah, hätte an jenem Tag in Wien keiner von uns zu träumen gewagt: Kurzzeitiger Tabellenführer als Aufsteiger, Siege gegen alle Großen und am Ende der dritte Tabellenplatz. „EUROPA wir kommen!“ Zwar war es nur ein kurzes Schnuppern, in Prag gegen Sparta war in der 3. Runde der Qualifikation Schluss, jedoch die Stimmung und die entstandenen Geschichten über versperrte WC’s im Bus, welche plötzlich wieder offen waren, bleiben bis heute und lassen uns alle schmunzeln.

Salzburg away
Trotz Niederlage in Salzburg: Unsere Admira qualifiziert sich nach 18 Jahren wieder für den Europacup!

In diesem Sinne möchte ich mich bei meinem Fanclub und allen meinen Freunden für diese schönen Momente bedanken. 

 

FORZA ADMIRA, FORZA FANATICS!

 

Euer Max

 

In der nächsten Ausgabe:

Der Bruder schleppte sie mit ins Stadion, danach wollte sie nirgendwo anders am liebsten sein!

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