Aus, vorbei. Der Pokal wurde übergeben, die Weltmeister und ihre Fans feiern bis heute und sicher noch länger. Der Weg dorthin war lange, nach den Vorbereitungen dauerte das Event über 5 Wochen. Am Ende machten sich die vier besten Nationalteams der Welt den Titel untereinander aus. Zuerst in zwei sehr intensiven und interessanten Semifinalmatches, zum Schluss standen sich Titelverteidiger und Europameister Spanien gegenüber. Am Tag des großen Finals fand das der Halbfinalverlierer um den undankbaren dritten Platz statt. Ein Spektakel mit 10 Toren, das England am Ende mit 6:4 für sich entschied. Den Pokal holte Spanien, die Iberer sind nun Welt- und Europameister. So war es bereits 2010 nach dem ersten Pokal-Gewinn auf der Weltbühne so gewesen. Insgesamt ein verdienter Sieger, der u.a. auch Österreich bezwungen hatte.
Dorthin und zur Hausmannskost in Liga zwa kehre ich nun gedanklich zurück. Die Vorbereitung von Admira Wacker ist abgeschlossen, die Planung dafür oblag noch Ex-Trainer Silberberger. Die Bilanz lautet 0-1-5, es ist die vermutlich schlechteste Saisonvorbereitung ever. Auch wenn der Kader auf Grund zahlreicher Ausfälle noch nicht komplett war, ist die abschließende 2:3-Niederlage gegen Donaufeld am vergangenen Freitag besorgniserregend. Das Spiel mit dem Ball in der Offensive ist durchaus verbessert, zu den zwei Treffern wurde noch dreimal das Gehäuse des Gegners getroffen. Auch sah das Publikum einige durchaus ansehnliche Aktionen. Das gilt aber nicht für die Defensive, die noch bei weitem nicht so harmoniert, wie geplant. Sie geriet allerdings auch oft durch Fehler im Spielaufbau unter Druck. Dem sie in neuer Formation als Viererkette zu selten statthielt. Insgesamt 23 Gegentreffer in den 6 Vorbereitungsmatches sprechen da eine deutliche Sprache. Alle Daten zu den Tests sowie der Transfers kennt wie immer die Seite www.deradmiraner.at.
Der letzte Neuzugang Benjamin Nyarko (22, Stürmer) von Slovan Liberec wirkte beim letzten Testspiel bereits mit. So wie die Testpiloten Xavi Woudstra und Arbnor Prenqi, mehr dazu hier. Es fehlten teilweise über die ganze Vorbereitung Aristot Tambwe-Kasengele, Alex Schmidt, Sebastian Olsa und Neuverpflichtung Benajamin Dzanovic. Alles in allem keine rosigen Aussichten für die am Sonntag beginnende Saison. Was jedenfalls klar ist: Auf Harald Suchard und sein Team wartet noch viel Arbeit. Viel Arbeit hatten auch all jene, die am Kurvenfest am vergangenen Freitag mitwirkten – danke dafür! Es war insgesamt ein gelungenes Fest, auch wenn die aktuelle Lage im Verein doch auf die Stimmung drückt. Doch das Feiern werden sich die Fans sicher nicht austreiben lassen. Es wurde gegrillt, gegessen und getrunken und viel miteinander gesprochen. Darüber habe ich mich sehr gefreut, viele Gespräche geführt, und das bei optimalem Sommerwetter mit einem Bier oder einem Mojito, das kann schon was.

Ich selbst habe meinen Mitgliedsbeitrag für Gate 2 bezahlt. Was aber nicht heißen muss, dass ich alles mittrage, dazu habe ich mitunter eine etwas differente Meinung. Mitunter auch, was den Stil betrifft, aber inhaltlich kann ich mich dem Protest der Ultras durchaus anschließen. Es kann nicht sein, dass der Verein dermaßen verkommen lassen wird. Zu Beginn der Saison noch keinen Brustsponsor präsentieren zu können, das habe ich auch noch nicht erlebt. Dazu die quasi Auslieferung an einen Multiclub Owner bzw. Teilhaber. Doch in der Not frisst der Teufel Fliegen, sagt der Volksmund. Insgesamt verliert der Klub immer mehr an Attraktivität, mehr noch, er steht am Rande der Existenz. Dafür muss sich die Vereinsführung Kritik gefallen lassen. Die Reaktion darauf erfolgte allerdings äußerst dünnhäutig- Gate 2 musste alle Räumlichkeiten im Stadion unverzüglich verlassen. Außerdem musste sich der Capo bei seiner Saisonvorschau inklusive Überblick der aktuellen Ereignisse sehr hüten, um nicht juristisch belangt werden zu können. Es gab nämlich Drohungen diesbezüglich, das kann auch nicht der Stil der internen Kommunikation sein. Trotzdem werden sich Vereins- und Fanvertreter am Dienstag zusammensetzen und reden.
Das sind insgesamt keine allzu rosigen Aussichten für die am Sonntag startende Saison. Doch letztlich ist es auch der Anteil der Fans, das aktuelle Team nach Kräften zu unterstützen. Denn aufgegeben wird ein Brief. In diesem Sinn werden sich die Südstädter Anhänger:innenn auf den Weg ins schöne Burgenland nach Leithaprodersdorf machen, um den ersten Auftritt ihrer Mannschaft zu begleiten. Auf dem Weg zum Pokal, denn so heißt der Cup bekanntlich in deutscher Sprache. Dass die Chancen, diesen erstmals seit über 60 Jahren zu erobern, nicht all zu hoch sind, wissen die Fans in der Südstadt. Trotzdem rechne ich mit einer schönen Party. Und einer weniger schönen Partie.
Forza Pokale! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)
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