Wenn man vom Auslands-Urlaub heimkehrt, ist die Freude auf Hausmannskost oft besonders groß. So erging es bestimmt auch einigen aus dem ÖFB-Team nach dem Good bye von der WM gegen Spanien. Das sich ebenso wie Gruppengegner Argentinien für das Semifinale qualifiziert hat. Damit sind die beiden Niederlagen doch etwas relativiert, wenn auch die Leistungen von Ralf Rangnicks Elf durchaus besser sein hätten können. Nach Österreich verabschiedeten sich noch viele andere Nationen, u.a. im 1/16-Finale Deutschland, Niederlande und Kroatien. In der folgenden Runde der besten 16 Teams schieden z. B. Brasilien, Portugal sowie alle 3 Gastgeberländer aus. Die beiden Halbfinalpaarungen werden am Dienstag (Frankreich-Spanien) und am Mittwoch (Argentinien-England) jeweils um 21h, das Finale dann am Sonntag zur identen Uhrzeit ausgetragen werden.
Dann ist der Zauber auch schon vorbei und es wird auch wieder fußballerische Hausmannskost serviert werden. Dafür bereiten sich die heimischen Klubs noch intensiv vor. Nach dem Debakel in Kärnten wartete auf Admira Wacker in der Vorwoche eine Testspielorgie. Und das bei weiterhin reduziertem Kader, nicht alle Kicker trainierten unter der Woche mit, etliche Stammkräfte fehlten sowohl dabei als auch bei den Tests. Am Mittwoch in Linz gegen Fenerbahce (0:5) mit Mateo Meisl, Alex Schmidt, Aristot Tambwe-Kasengele, Sebastian Olsa, Benjamin Dzanovic 5 potenzielle Startelfspieler. Zum 80. Geburtstagsfest des SC Gars am Kamp am Freitag traten die Admira Panthers an. Auch weil am Samstag zum 50. Jubiläum der Sportschule Lindabrunn gegen den SKN und die Wiener Veilchen ein Mini-Turnier veranstaltet wurde. Gegen den Landeskonkurrenten spielte eine B/C-Elf torlos remis, gegen die Favoritner sah man das aktuelle A-Team mit dem wieder gesundeten Mateo Meisl, die anderen oben angeführten Spieler fehlten weiterhin.
Alle Spiele wurden bereits in der neuen „Wäsch‘“ bestritten, eine Vorbestellung ist bereits über die Homepage möglich. Nadir Ajanovic verlängerte seinen Vertrag mit Admira Wacker. Er hegte Wechselgedanken, aber offensichtlich ist die Hausmannskost in der Südstadt doch nicht so übel. Alle Details zu den Testspielen und vieles weitere findet die geneigte Leserschaft bei www.deradmiraner.at. Dass es kein Trainingslager gab und anstatt dessen daheim trainiert wurde, liegt an der angespannten finanziellen Situation. Ein neuer Brustsponsor wurde noch nicht gefunden, an dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei den Brüdern Bügler für ihre jahrelange intensive Unterstützung durch flyeralarm bedanken. Dass sie mit dem aktuellen Präsidenten nicht zusammenkamen, ist ein offenes Geheimnis. Ebenso wie mittlerweile die Fanszene, die Christian Tschida vehement kritisiert. Nicht nur deshalb ist anzunehmen, dass er wohl kaum zum Kurvenfest am kommenden Freitag erscheinen wird.
Dieses wird ab 18h in der Südstadt gefeiert mit werden. Mit u.a. Grillerei, Beerpong, Fanartikelverkauf, Graffitiwand und kühlen Getränken, auch Cocktails werden gemixt werden. Zur Saisoneröffnung werden Ehrengäste erwartet, die Capos werden Worte zur kommenden Saison und zur aktuellen Lage sprechen. Nach dem Verwirrspiel um die Testpartie gegen Donaufeld herrscht nun Klarheit. Das Match wird parallel zur Party ab 18h in der Südstadt anstatt in Floridsdorf ausgetragen werden. Damit kann ich zumindest einen Test sehen. Nächste Woche wird es dann am Sonntag (26.7., 18 h) in Leithaprodersdorf ernst, wenn es im ÖFB – Cup gegen den dortigen Landesligisten geht. Fix mit Hausmannskost als Verpflegung.
Dass der Weg von der Südstädter Hausmannskost in die große Fußballwelt manchmal gar nicht so weit ist, beweist nun erneut Morten Hjulmand. Der Däne kam 2018 als Teenager in die Südstadt, wo er zweieinhalb Saisonen kickte. Danach wechselte er um 2,5 Millionen € in die Serie B zu Lecce, stieg mit den Süditalienern in seiner ersten vollen Saison nicht nur auf, sondern avancierte selbst auch zum Kapitän. Diese Rolle bekleidete er auch bei Sporting Lissabon, wohin es ihn 2023 verschlug. Zwei Meistertitel und ein Cupsieg sowie etliche CL-Partien machten ihn neben seinen Auftritten im dänischen Nationalteam für größere Klubs interessant. Nun schlug Atletico Madrid zu, das beschert Admira Wacker weitere Solidaritätszahlungen (etwa 400tausend €), in Summe brachte er bereits ca 3 Mio €. Weiteren Geldregen könnten Transfers von Sasa Kalajdzic und Marcel Sabitzer bringen, sollten sie vor ihrem Vertragsende jeweils 2027 wechseln. Insgesamt sollte das aber allen Kickern und den Fans in der Südstadt Mut geben, dass es von der Hausmannskost oft gar nicht so weit in fußballerische Haubenlokale ist. In einem solchen genoss ich unlängst übrigens ein Kurvenbier, das Foto möchte ich Euch nicht vorenthalten.
Forza Hausmannskost! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)
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