Keine Grenzen, das wäre doch schön, so meinen manche Menschen. Was die diese Woche beginnende WM betrifft, ist dies nicht der Fall. Drei Länder werden das Turnier bekanntlich ausrichten, viel Einigkeit untereinander herrscht allerdings nicht. Strafzölle der USA belasten das Klima zu den Nachbarländern Kanada und Mexiko. An der Grenze dorthin wurde ja sogar eine Mauer bzw. ein Zaun gebaut. Was allerdings keine Grenzen kennt, das ist die Gigantomanie der FIFA und die Gier vieler Unternehmer, die von der WM massiv profitieren werden. Mit 48 so viele Teilnehmer wie nie zuvor, hohe und flexible Ticketpreise sind nur ein kleiner Teil des Wahnsinns. Dass Parkplätze rund um die Stadien weit mehr als die Eintrittskarten kosten werden, die Preise für Unterkünfte und öffentliche Verkehrsmittel zu den Arenen um ein Vielfaches erhöht wurden, das ist schlicht und einfach obszön. Aber solange das alles bezahlt wird, funktionieren diese unverschämten Modelle. Wie auch die Panini-Alben, die im Schnitt errechnete € 1500,- kosten, wenn man das Album voll bekommen möchte.
Weiters sind die Anstoßzeiten für europäische Verhältnisse und Fans schwierig, Österreichs Team wird man in der Vorrunde bekanntlich zweimal frühmorgens spielen sehen. TV-gerechte Zeiten für Europa wiederum bedeuten, dass die Spieler in den Veranstalterländern großer Hitze ausgesetzt sind, da um die Mittagszeit gespielt wird. Das alles ist aber sowohl für die Teams als auch für viele Fans kein Hindernis, für das Turnier voll motiviert zu sein. Auch ich selbst empfinde bereits Vorfreude, vor allem weil Österreich nach langer Zeit endlich wieder dabei sein wird. Wie steht es mit Deiner Vorfreude, how about you? Der Anglizismus ist einem Titel von Frank Sinatra entliehen. Eine Zeile daraus lautet „I like New York in June“. Damit eröffne ich quasi den inoffiziellen Soundtrack für die WM, auch wenn das ÖFB-Team nicht in New York antreten wird. Eigentlich gar keines, der offizielle Name der Arena für u.a. das Finalspiel lautet New York – New Jersey – Stadion. Dort spielen normalerweise die beiden New Yorker NFL Teams Giants und Jets. Es befindet sich in East Rutherford im Bundesstaat New Jersey.
Österreich wird sein erstes Spiel gegen Jordanien (17.7., 6h) dort austragen, wo das Footballteam dieselben Initialen trägt wie die Südstadt Fanatics. SF steht in diesem Fall für die San Francisco 49ers, Geografie-Kenner wissen, dass das ebenso wie das Base-Camp der ÖFB-Elf in Santa Barbara im Bundesstaat Kalifornien liegt. Auch dazu habe ich zwei Lieder auf Lager: California und California Love, letzteres wird sich bezüglich Ralf Rangnicks Burschen noch weisen. Gegen Argentinien wird dann in Dallas, der Heimat der Cowboys gekickt werden, da gab es einmal eine TV-Serie mit einer prägnanten Signation. Die letzte Vorrunden-Partie gegen Algerien wiederum wird im Kansas-City-Stadion gespielt werden, mein Musik-Tipp dazu stammt von der Band Kansas und lautet „Play the game tonight“. Das sollte auch der zentrale Auftrag für die Teams sein, das Spiel spielen, das durch keine äußeren Einflüsse umzubringen ist: Fußball.
Der wird wie erwähnt, ab diesem Donnerstag mit dem Eröffnungsspiel Mexiko vs. Südafrika im großen Stil rollen. Viele Spiele außer jenen Österreichs werde ich mir vermutlich nicht ansehen, zumindest nicht geplant. How about you? Manche Klub-Fans lehnen die großen Turniere wie EM oder WM schlichtweg ab, interessieren sich nur für ihren Verein. Was Admira Wacker betrifft, gibt es durchaus noch einige Zeit bis zum ersten Bewerbsspiel Ende Juli. Auch die Testungen starten erst nächste Woche, danach die Vorbereitung. Einige Testspiele wurden bereits terminiert, ich bitte diesbezüglich das top informierte Portal www.deradmiraner.at zu konsultieren. Kadertechnisch sind einige Abgänge bekannt, darüber berichtete ich bereits. Neu im Team sind mit August Tscheppe, Denis Lorint und Daniel Glitia drei Burschen von den Panthers. Die übrigens am vergangenen Freitag daheim gegen Kilb mit 1:3 den Kürzeren zogen, am kommenden Freitag (12.6., 19h) ihre letzte Saisonpartie in Wieselburg spielen werden. Das Trainerteam nimmt auch langsam Formen an – Cheftrainer Harald Suchard wird weiterhin von Thomas Piermayr assistiert werden, Szabolzs Safar wird weiterhin für die Torleute und Julian Bauer für die Fitness zuständig sein. Die Zukunft von Co-Trainer Thommy Wright ist noch offen.
Die Kurvenlage wird wie gewohnt sowohl über weitere Neuigkeiten und Entwicklungen aus der Südstadt berichten. Der Fokus in den nächsten Tagen wird allerdings auf der WM und vor allem Österreichs Auftritten gelten. Wie erwähnt, ich freue mich schon darauf. Auch, wenn mit Christoph Baumgartner ein Schlüsselspieler ausfällt. Besonderes Interesse habe ich naturgemäß an den Kickern mit Südstadt-Bezug, nämlich Marcel Sabitzer, Sasa Kalajdzic und Stefan Posch. Und ich freue mich auch auf den österreichischen Beitrag zur Playlist, der nur „I am from Austria“ lauten kann. Erinnerungen an Berlin und Ganslhaut kommen da hoch. How about you?
Forza how about you? Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)
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