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Rista - NIX - X

Diese Meisterschaft ist so ziemlich die verrückteste, die ich bisher in meinen dann doch einigen Jahrzehnten miterlebt habe. Es ist immer wieder aufg’legt, dass sich der eine oder dann der andere Klub deutlich absetzen hätte können, jedoch werden diese Chancen verlässlich ausgelassen. In erster Linie von Admira Wacker, aber deren vor allem viel zu viele Untentschieden können die Konkurrenten nicht nutzen. Im Gegenteil, sie liefern immer wieder Vorlagen, die aber ebenso verlässlich verhaut werden. Am vergangenen Freitag etwa verlor Tabellenführer Austria Lustenau beim insolventen Namensvetter in Klagenfurt glatt mit 0:3, während sich der FAC und der SKN torlos trennten. Damit ergab sich die Möglichkeit für die Südstädter, mit einem Sieg gegen Sturm II drei Runden vor Ende der Saison doch wieder ins Titelrennen einzusteigen.

Am Tag der Jugend präsentierten die Jungen von G2A eine tolle Choreo
Fahnen und eine Überziehfahne in der Kurve des Admiraanhangs
Auch eine Sektorfahne gehörte dazu und zeigt den Auf und Nachwuchs der Kurve

Das passierte bei der Matinée und prächtigem Frühlingswetter am Sonntagvormittag. Im Zeichen der Jugend: Der Verein bot eine 1+1-Gratis-Ticketaktion für bis zu 18-jährige an, die Fans frühschoppten am Fanatics-Standl oder frühshoppten im Fanshop. Begeistert angenommen wurden diverse Stationen von Gate 2 Admira - etwa Fahnen sprayen, Spruchbänder malen, auch Graffiti konnte ausprobiert werden. Die Futura der Kurve zeigte sich zuständig für 2 Choreografien jeweils vor Anpfiff der beiden Halbzeiten. Vor dem Ankick wurde einem Urgestein der Südstadt gedacht. Peter Nowak kam 1971 mit der Fusion von Wacker, hielt 180mal seine Knochen für Admira Wacker hin, ehe er beim VfB Mödling und dem ASK Schwadorf seine Karriere ausklingen ließ. Damit spielte er für alle Klubs, aus denen der heutige de facto besteht. Er besuchte immer wieder gerne mit Hannes Demantke und Willy Kreuz Spiele in der Südstadt. Am 7. April verstarb er 78jährig. Meine Anteilnahme und mein Mitgefühl gelten seinen Freunden und seiner Familie. Er möge in Frieden ruhen.

 

In der Startformation von Trainer Harald Suchard standen diesmal 3 Kicker mit Südstädter DNA. Dass es einerseits durch die erneute Chance und dem Druck, siegen zu müssen, nicht leicht werden würde, war einerseits klar. Andererseits gelang in 3 Versuchen gegen die jungen Grazer noch kein Heimsieg (0-2-1). Doch die Hausherren starteten mit viel Animo in die Partie, quasi einem Sturm-Lauf. Der bereits in der 3. Minute die Führung brachte – in Zusammenarbeit der beiden Außenbahnspieler: Felix Holzhacker, der flankte und Josef Weberbauer, der einschoss. Übrigens das erste Tor seit 3.4. in Lustenau. Danach erarbeiteten sich die Südstädter einige Möglichkeiten, die aber allesamt vergeben wurden. Nach etwa einer halben Stunde verlor Admira Wacker völlig die Spielkontrolle, bettelte um den Ausgleich. Den Fabian Feiner mit einer Rettungstat auf der Linie in der 36. Minute noch verhinderte. Das Eckenverhältnis von 2:8 sagt viel über diese Phase vor Seitenwechsel aus. Der Ausgleich hätte dann eigentlich gar nicht sein müssen, diesen muss Jörg Siebenhandl auf seine Kappe nehmen. Er verschätzte sich völlig bei einem harmlosen hohen Pass an die Strafraumgrenze, räumte auch noch seinen Abwehrchef Stefan Haudum weg. Lange Gesichter bei den Fans, die mit dem 1:1 (42.) wie die Elf in die Pause gingen.

Logo Admira Wacker
Logo SK Sturm Graz

Admira Wacker - Sturm Graz II 2:1 (1:1)

 

Torschützen:

3' Josef Weberbauer

90+3' Filip Ristanic

Danach war das Suchard-Team durchaus bemüht, doch harmlos. Chancen waren in Durchgang zwei auf beiden Seiten Mangelware. Die beiden Trainer versuchten mit zahlreichen Wechseln, noch einmal Feuer in die Partie zu bringen. Der letzte von insgesamt 5 der Gastgeber war dann ein entscheidender. Filip Ristanic kam zum ersten Mal seit 13.3. wieder zum Einsatz. Damals musste er kurz nach seinem Treffer zum 0:3 in Bregenz verletzt ausgewechselt werden. Ihm war das Bemühen anzusehen, er ist ein Herzblut-Admiraner durch und durch. Seine zwei ersten Chancen vergab er noch knapp, doch dann kam die 93. Minute. Rista – nix – x wollte eben kein Unentschieden, sondern den Sieg für seine Farben. Also netzte er per Drehschuss zum nicht mehr erwarteten und viel umjubelten 2:1. Danach wurde erstmals gegen Sturm II daheim, zum ersten Mal seit 13. 3., gar endlich wieder einmal seit 20.2. daheim, „Das Lied“ in der Kurve intoniert.

 

Nachdem die Südstädter im April ungeschlagen blieben (1-3-0), sind sie nun wieder mittendrin im Titelrennen. Am kommenden Spieltag können sie mit einem Sieg beim SKN (Sa 2.5., 20h) aus dem 2-Punkte-Rückstand einen Vorsprung von einem Zähler machen. Einen Tag später wird in Vorarlberg ebenfalls ein Derby ausgetragen, die aktuell 3 Zähler vor den Südstädtern liegenden Lustenauer empfangen Bregenz.

 

Die Admira Panthers legten am vergangenen Samstag mit einem 3:1-Erfolg bei den SKN Juniors bereits vor. Sie spielen am 2.5. um 15h daheim gegen Ortmann, an diesem Tag werden sich also für die Fans durchaus beide Spiele ausgehen. Ob sich alle 3 Matches der Saison für alle Spieler noch ausgehen werden, ist fraglich – denn es sind 7 Kicker gelbgefährdet (Malicsek, Horvat, Schwarz, Schabauer, Schmidt, Kasengele und Rista – nix – x).

 

Forza Rista – nix – x ! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

Alle Informationen zur Auswärtsfahrt nach St. Pölten am 2. Mai
Alle Informationen zur Auswärtsfahrt nach St. Pölten am 2. Mai - Teil 2

 

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