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Watsch'n

And the Oscar goes to… er möge es mir verzeihen, der Oscar – er geht ins Stadion. Das zieht uns am Spieltag an wie die Motten das (Flut-) Licht, so viel steht fest. Am vergangenen Freitag zum Spiel Admira Wacker gegen die Zweitbesetzung aus Hütteldorf. Dort wird dieses Team Amateure benannt, wie früher auch in der Südstadt. Noch früher hießen sie allesamt U 21 und bestritten das Vorspiel. Das 2. Team kann auch 1b heißen, Juniors gab es bei Admira Wacker auch schon. Sie wurden bekanntlich vor 4 Jahren mit Traiskirchen „fusioniert“, ehe diese Partnerschaft nach einer Saison wieder endete. Danach gingen die nun Admira Panthers genannten Burschen in der 2. Landesliga an den Start. Man hatte erkannt, wovor so mancher gewarnt hatte, nämlich dass eine zu große Lücke zur Kampfmannschaft entstand, weil in Traiskirchen logischerweise nicht alle Akademiker zum Zug kamen.

 

Auf Anhieb gelang der Aufstieg in die 1. Landesliga, wo nun die zweite Saison verbracht wird. Aktuell belegen sie nach dem ersten Frühjahrssieg daheim gegen Zwettl (4:1) den 7. Rang. Am kommenden Freitag (27.3.) tragen die Panthers um 19h ihr zweites Heimspiel in Serie aus, Gegner wird der ASK Ybbs sein. Einen Tag davor (26.3, 14:00) wird die erste Mannschaft in der Südstadt gegen den slowakischen Erstligisten Dunajska Streda testen. Für Alternativen in der länderspielbedingten Ligapause ist also gesorgt. Doch zurück zu den Zweit-Teams. Das Ziel ist allerorts, möglichst viele Kicker an die erste Elf heranzuführen. Nach vielen Jahren im Nachwuchs, mit Selektion bereits ab der U7 über die Akademie und während der Pubertät inklusive beinhartem Konkurrenzkampf, ist der Schritt in den Erwachsenenfußball der schwierigste. 1-2 Spieler schaffen es im Schnitt bei Admira Wacker, aktuell sind diese eher bescheiden vertreten. Da das Trainerteam nicht so viel Wert auf Eigenbauspieler legt, am vergangenen Freitag stand wieder nur ein einziger in der Startelf. Das führt eigentlich den Aufwand für den Nachwuchs, die Akademie und die Panthers ad absurdum.

Gegen Rapid war die Kurve gut gefüllt und voller Erwartung

In der 1. Liga betreiben alle Klubs Zweitteams, davon spielt jenes des GAK in der Oberliga, die von Hartberg und BW Linz in der Landesliga. 5 weitere Vereine sind mit ihren B-Teams in der Regionalliga vertreten, die restlichen 4 stehen in direkter Konkurrenz mit Admira Wacker in Liga zwa. Wobei Liefering nicht offiziell mit den Bullen zusammenhängt, eigentlich ein Hohn. Ebenso wie die finanzielle und damit Lizenz-Situation des lila Vereins ein Hohn ist, sich der Klub trotzdem ein relativ teures Young Violets -Team leistet. Der zweite Wiener Klub, der selten zur Ruhe kommt, war mit seinen Amateuren in der vergangenen Woche wie erwähnt zu Gast in der Südstadt. Und verteilte Watsch’n, zumindest fühlte es sich für die Fans und die Spieler der Heimelf so an.

 

Es ist tatsächlich – bei allem gebotenem Respekt - schon demütigend genug, gegen Zweitvertretungen spielen zu müssen, anstatt gegen die Erste, dann aber auch noch 3 Watsch’n zu kassieren, tut so richtig weh. Obwohl objektiv betrachtet die Statistik eine klare Sprache für einen Heimsieg sprechen würde, siehe bitte die Grafik. So läuft es nun einmal mitunter im Sport, speziell im Fußball kann der unterlegene Verein mit Effizienz durchaus gewinnen, obwohl der Gegner Chancen für 3 Siege vorfand. Insgesamt ist das zu wenig Ausbeute von Seiten der Südstädter, die mit der ersten Heimniederlage der Saison auch zum zweiten Mal en suite 3 Gegentreffer in heimischer Umgebung hinnehmen mussten. Ob die sehr bescheidene Ausbeute der Rückrunde (da wurden 7 von 18 möglichen Punkten geholt) zu personellen Konsequenzen führen würde, war bis Montag noch unklar. Die Vereinsführung handelte dann doch rasch, beurlaubte Trainer Thomas Silberberger und Co-Trainer Gerhard Fellner. Es übernimmt Harald Suchard.

Logo Admira Wacker
Logo SK Rapid II

Admira Wacker - Rapid II 0:3 (0:1)

 

Die Statistik schien eindeutig für Admira zu sprechen

In der Ligapause stehen zwei Länderspiele auf dem Programm. Österreich testet vor der WM in Wien gegen Ghana (Fr 27.3., 18h) und gegen Südkorea (Di 31.3., 20.45). Wieder mit von der Partie ist Sasa Kalajdzic, der über die Admira Juniors den Weg in den internationalen Fußball ebenso fand wie Stefan Posch und Marcel Sabitzer. Nach diesen beiden Partien wird sich Admira Wacker auf die Reise nach Lustenau machen. Dort wird am Karfreitag (3.4., 20.30) kein Deja-vù vom Vorjahr erwünscht. Damals vergeigte die Elf von Thomas Silberberger das Spiel gegen Stripfing und am folgenden Ostermontag setzte es eine Niederlage in Amstetten. Der Anfang vom Ende der Aufstiegsträume, das soll diesmal anders laufen. Doch ein Sieg ist bei 2 Punkten Rückstand und einem ausgetragenen Spiel mehr Pflicht. Denn realistisch betrachtet wäre es in jedem anderen Fall sehr, sehr schwierig, in den dann noch 6 ausstehenden Spielen den Rückstand aufzuholen. Aber aufgegeben wird bekanntlich nur ein Brief, solange es noch die theoretische Chance gibt, sollte nur eine Devise gelten. Und diese soll nicht als Aufruf zur Gewalt verstanden werden, aber der Aufstieg kann nur geschafft werden, wenn auf sportlicher Ebene mehr Watsch’n verteilt als eingesteckt werden.

 

Forza Watsch‘n! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

 

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