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And the Oscar goes to...

Christian Tschida. Ja, im Jahr 2007 holte der Präsident von Admira Wacker tatsächlich einen Oscar. Einen Technik-Oscar für die Entwicklung von kabellosen, ferngesteuerten Kamerasystemen, die etwa für Filme wie „Ferrari“ oder „Fast and Furious“ eingesetzt wurden. Ein Selfmade-Millionär, der aber selbst ausspricht, dass er nicht die finanzielle Potenz von Flyeralarm erreicht. Nach deren angekündigtem Abgang mit Ende der Saison die fieberhafte Suche nach neuen Geldgebern anlief, der aktuelle Stand ist nicht bekannt. Nur so wenig, wie der Präsident im Interview hier preisgibt. Jedenfalls hat ein Klub von Weltrang wie der FC Admira Wacker 1905 einen Präsidenten, der einen Oscar gewonnen hat, what else? Dass das altehrwürdige Stadion in der Südstadt bereits Drehort für einen Film war, habe ich dem Tipp eines Freundes zu verdanken. Er entdeckte in der Wim Wenders-Verfilmung von Peter Handkes „Die Angst des Tormanns vor dem Elfmeter“ einen ihm wohl bekannten Schauplatz. Diese Szenen möchten wir der Weltöffentlichkeit nicht vorenthalten, hier der Link dorthin.

 

Für die in der nach MEZ in der Nacht von Sonntag auf Montag vergebenen Goldstatuetten kam die Premiere von „Wir sind der Verein“ am vergangenen Donnerstag etwas zu spät. Ich bin mir sicher, die Chancen auf einen Oscar wären durchaus realistisch gewesen. Gesehen habe ich im Badener Cinema Paradiso tatsächlich einen, nämlich den Oscar aus der Kurve. Aber im Ernst – das Oeuvre ist absolut gelungen, trotz Mitwirkung des Kolumnisten. Der mit den 200 mitgereisten Premierengästen den schwarz-weiß-roten Teppich am Badener Hauptplatz abschritt. Inmitten der Südstädter Fans und zahlreicher Vereinslegenden war die Vorfreude auf den eigenen Streifen bereits greifbar. Im ausverkauften Kinosaal wurde der Film zelebriert. Das alles wurde festgehalten von Brucki, hier geht’s zur Rezension und den Bildern des Fußball-Paparazzos.

Vor dem Filmbeginn traf sich das Publikum bereits in der Badener Innenstadt
Fans, Legenden und Spieler nahmen an der Vorführung teil
Interviews mit zentralen Personen von Admira Wacker waren Teil des Films

Allen am Film Beteiligten möchte ich meine Gratulationen ausdrücken, danke dafür. Viel Herzblut, Zeit und auch Geld sind in dieses Projekt geflossen. Wie auch seit bereits fast 4 Jahren in das Projekt Wiederaufstieg, der aber nicht und nicht gelingen möchte. Auch heuer scheint „Die Angst der Mannschaft vor dem Aufstieg“ im Schneckenrennen in der ganzen Liga vorhanden zu sein. Für neutrales Publikum – mit oder ohne Popcorn – war die Vorstellung am Frauentag gegen Klagenfurt „Großes Kino“, voller Überraschungen, Hoppalas und Wendungen mit viel Action. Davon hätten sich die Südstädter Fans gerne einiges erspart und dafür 3 Punkte eingeheimst.

 

Dieses „Fin“ sah das Script für das Auswärtsspiel bei Bregenz am vergangenen Freitag vor. Verfasst vom Drehbuchautor, aka Trainer, die Regieanweisungen gab wie immer sein Assistent Gerhard Fellner. Admira Wacker in Schwarz-Weiß-Rot hatte vor allem Sky Schwarz als Hauptdarsteller der ersten Phase anzubieten. Bereits in der 9. Minute traf er zur Führung, die er in Minute 14 verdoppelte. Geschaut haben etliche Fans im Business Club des Südstädter Stadions. Gute Kameraführung auf laola1.tv, diesmal allerdings nicht in Cinemascope. Dafür mit dem ersten Special Effect, einem Standard in der 38. Minute. Die Ecke Turgay Gemicibasis wurde per Kopf an die Stange gesetzt, den Abpraller erwischte Nadir Ajanovic, er schoss, Filip Ristanic lenkte zum 0:3 ab. Bis dahin gab es keine unnötigen schauspielerischen Einlagen auf beiden Seiten zu sehen, kaum Schwalben oder sterbende Schwäne. Auch der Schiedsrichter gab diesmal nicht den Selbstdarsteller, außer der für Monologe und Dialoge zuständige Turgay Gemicibasi kam in seine Nähe.

Logo SW Bregenz
Logo Admira Wacker

SW Bregenz - Admira Wacker 1:4 (0:3)

 

Torschützen:

9' Aaron Sky Schwarz

14' Aaron Sky Schwarz

38' Filip Ristanic

84' Alexander Schmidt

Somit herrschte zur Pause eitel Wonne in der Südstadt und bei den wenigen mitgereisten Fans am Bodensee. Wo übrigens auch der James Bond – Film „Ein Quantum Trost“ gedreht wurde. Dieses Thema wird wohl kaum für das Bregenzer 1:3 in der 54. Minute gelten. Denn es kam kaum noch Spannung auf an diesem Abend, Teil 2 ist halt oft nicht so gut wie Teil eins. Alles gut zu sehen sowohl in Nahaufnahmen als auch in Totalen, die Zweitbesetzungen von Admira Wacker spielten ihre Rollen auch sehr gut. Ein Showdown auf Augenhöhe scheiterte am souveränen Auftritt der Gäste, die dann in der 84. Minute in Person von Alex Schmidt mit dem 1:4 alles klar machten. Die damit den ersten Auswärtssieg seit Oktober und die Tabellenführung holten. Das wurde gewiss auf der langen Heimreise ebenso gefeiert wie der 28. Geburtstag von Josef Weberbauer.

In gewohnter Manier posierte das Team vor der Vidiwall diesmal leider ohne mitgereiste Fans

Fußball und Film funktioniert eher über die Schiene Dokumentationen, davon existieren zahlreiche sehr gute über Spieler und Teams. Spielfilme mit oder über Fußball sind in den meisten Fällen aus meiner Sicht eher nicht empfehlenswert. Fever Pitch und Looking for Eric möchte ich da als Ausnahmen nennen, dazu den Auftritt von Carlo Ancelotti in Don Camillo und Peppone. Er spielte einen Fußballer. Etliche von diesen werden am kommenden Freitag (20.3., 18h) die zweite Elf aus Hütteldorf empfangen. Der Soundtrack zu diesem Opus sollte in erster Linie „I will survive“ lauten. Wer dafür noch nicht adäquat eingekleidet ist, kann dieses Manko neuerdings Freitag und Samstag in der SCS im Admira Wacker-Store beheben. Müssen ja nicht gleich Roben ud Smokings für die Oscarnacht sein.

 

Forza and the Oscar goes to...! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

 

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