Mit den Motto-Tagen ist es so eine Sache. Einerseits kann man z.B. am Muttertag seine Mutter verwöhnen, das ist aber nur recht wenig wert, wenn das restliche Jahr kaum etwas in diese Richtung passiert. Andererseits kann das Thema eines Tages durchaus auch das Bewusstsein dafür wecken und schärfen. Am vergangenen Sonntag fand der Internationale Frauentag statt. Die ernüchternde Analyse dazu ist, dass auf dem Planeten kein Land existiert, in dem Frauen Männern in allen Belangen gleichgestellt sind. Es gibt also noch viel Arbeit für Feminist:innen, zu denen ich persönlich mich definitiv zähle. Geschuldet ist das der Erziehung durch meine Großmutter, die nicht nur eine große Kämpferin für Frauenrechte, sondern familienbedingt auch eine aufrechte Admiranerin war. Sie würde es sicherlich freuen, dass in Kooperation mit Traiskirchen seit 2024 Admira Wacker – Frauenteams existieren. Für diese könnte eines Tages einmal die kleine Lena kicken, sie erblickte in der Vorwoche das Licht der Welt. Herzlich willkommen in der Admira Wacker-Familie, liebe Lena!
Die mediale Präsenz lässt allerdings sehr zu wünschen übrig, da ist es sicher kein Vorteil, wenn das auch schon von der Männersektion zu konstatieren ist. Auch der Frauenfußball generell ist medial sowie monetär von den Männern meilenweit entfernt. Doch es tut sich einiges, vor allem Großereignisse ziehen immer mehr Menschen an, da wurden bereits die größten Stadien gefüllt. Nur spärlich besucht war die letzte Partie des ÖFB-Frauenteams in der vergangenen Woche in der Südstadt. Das Duell mit Norwegen wollten nur 1500 Fans sehen, leider verlor die Auswahl mit 0:1. Am Samstag in Slowenien unterlagen die Ladies mit demselben Resultat. Ich verpasste das Dienstag-Spiel aus terminlichen Gründen, sah aber in der Vergangenheit schon einige Spiele der Damen in der Südstadt. Da möchte ich besonders die Atmosphäre hervorheben, die viel friedlicher und fröhlicher ist als bei Männerspielen. Vielleicht auch, weil der Frauenanteil im Publikum weitaus höher ist.
Dieser ist bei Spielen von Admira Wacker zwar nicht so hoch, aber durchaus auch beachtlich – sowohl auf der Haupttribüne als auch in der Kurve. Am vergangenen Sonntag spendierte das Gartencenter Dehner manchen Damen (nicht in der Kurve) Blumen vor dem Spiel Admira Wackers gegen Austria Klagenfurt, das bekanntlich ohne Fans anreiste. Dazu spielte die Maria Enzersdorfer Blasmusik auf und es wurden Peeroton-Sportgetränke verschenkt. Leider vor dem Spiel, diese durften nicht ins Stadion mitgenommen werden, danach gab es nichts mehr. In der Pause kickte das U8 – Bubenteam der Südstädter gegen jenes von Neusiedl. Da stand es im „ersten von 10 Endspielen“ nach zwei Tormannpatzern 1:2. Jörg Siebenhandl musste zur Pause verletzungsbedingt durch Sandali Condé ersetzt werden.
Admira Wacker - Austria Klagenfurt 3:3 (1:2)
Torschützen:
11' Josef Weberbauer
81' Deni Alar
84' Matija Horvat
Nach den Freitagspielen und den Umfallern von Lustenau, FAC sowie Amstetten war die Elf von Thomas Silberberger nicht mehr zweiter Reiter, sondern dritter. Mit der Chance, bei einem Sieg die Tabellenführung zurück zu holen. Das sah man besonders in den knapp 10 Minuten nach Seitenwechsel, da baute die Heimelf ohne Kapitän Lukas Malicsek (der den ganzen März fehlen wird) mächtig Druck auf, hatte 2 Topchancen und traf einmal die Stange. Doch der Sturmlauf ebbte wieder ab. Als Klagenfurt erneut mit Tormannpatzer auf 1:3 stellte, schien die erste Heimniederlage der Saison besiegelt zu sein. Doch mit guten Wechseln brachten die Trainer noch einmal Schwung in die Partie, bei prächtigem Sonnenschein konnten die Hausherren mit dominantem Spiel ausgleichen. Danach blieben noch knapp 13 Minuten Zeit, diese konnten aber gegen einen körperlich erledigten Gegner nicht für einen Sieg genutzt werden. So blieb es bei Schadensbegrenzung und die Südstadt weiter eine uneinnehmbare Festung.
Der Lizenzantrag wurde übrigens gestellt, mehr dazu wird man nach der 1. Instanz am 8. April wissen. Gerüchte über neue Geldgeber machten diese Woche die Runde, offiziell bestätigt ist aber nichts. Jedenfalls sollen alle ausständigen Gehälter bereits beglichen worden und auch die Lizenz nicht mehr unrealistisch sein. Mehr dazu vielleicht in den nächsten Tagen. In der kommenden Woche stehen für die Südstädter Fans zwei Termine auf dem Programm. Am Donnerstag (12.3., 19.30) wird im Cinema Paradiso in Baden die Premiere des von Gate 2 Admira produzierten Films „Wir sind der Verein“ stattfinden. Einen Tag danach kommt es in Vorarlberg um 18h zum Duell mit Schwarz-Weiss Bregenz. Diese Partie wird von der Fanszene auf Grund der Anstoßzeit boykottiert. Nicht boykottieren sollten wir die Frauenrechte, dazu möchte ich am Ende noch James Brown zitieren: This is a man's, a man's, a man′s world. But it wouldn′t be nothing, nothing without a woman or a girl.
Forza Frauentag! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)
DIR GEFÄLLT DIE KURVENLAGE?
Gerne kannst du die Kurvenlage mit einer Spende unterstützen!
Damit hilfst du uns die Seite weiterhin quasi werbefrei weiterhin zu betreiben, wir sind für jede Unterstützung dankbar!

Kommentar schreiben