Nachdem’s am Freitag eineg‘schneit hat, wurde die Winterpause damit um noch ein Wochenende plus Montag verlängert. Doch dann kam endlich der Dienstag – Matchtag! Vorfreude beherrschte diesen Tag, vor allem darauf, all die Leute wieder zu treffen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat. Ausgenommen natürlich den harten Kern, der sich auch die Testspiele ansah. Der war gut vertreten an diesem Februar-Abend, das Stadion insgesamt aber eher schütter besetzt. Die Heimelf legte jedenfalls fulminant los. Bereits vor der 5. Spielminute konnten zwei Torabschlüsse verzeichnet werden, doch dann bekam das Publikum etwas zu sehen, das nicht oft zu sehen ist. Justin Forst eroberte knapp in der eigenen Hälfte den Ball und zog sofort ab, traf zum umjubelten 1:0 in Minute 05. Ein großartiges Namenstagsgeschenk für seine Kollegen Mateo Meisl und Matija Horvat.
Die mit ihrem Team die erste Halbzeit dominierten, in der 40. Minute mit Forsts zweitem Treffer nach schöner Kombination die Führung erhöhten. Diese währte aber nur 5 Minuten, da verkürzten die jungen Veilchen wieder. In Durchgang 2 konnten die Südstädter ihre gute Leistung vom ersten nicht prolongieren, war das Spiel bis zum Ende völlig offen. Doch es passierte nichts mehr und damit nutzte Admira Wacker die Chance, durch die Umfaller von Amstetten und SKN zum Spitzenreiter zu avancieren. Das wurde natürlich entsprechend gefeiert von den Fans, die auch eine Botschaft an die Landeshauptfrau hatten – siehe bitte Foto. Zum Schluss nicht mehr am Feld standen übrigens Matija Horvat und Lukas Malicsek, die beide während der Partie (36. Minute und zur Pause) verletzt ausgewechselt werden mussten.
FC Admira wacker vs. Young Violets 2:1 Justin forst 5., 40.; Vasilje Markovic 45.
Für Horvat ging es sich 3 Tage später in Wels aus, er wurde allerdings auf der für ihn ungewohnten Außenbahn eingesetzt. Weil neben Malicsek Josef Weberbauer auf dieser Position gelbgesperrt fehlte. Dass in der Startelf kein einziger Südstädter Akademiker vertreten war, kam zuletzt vor 607 Spielen, im August 2009 vor. Danke an deradmiraner.at für diesen (traurigen) Fakt. Am Dienstag war es mit Malicsek auch nur einer. 126 Tage nach dem letzten Auswärtssieg sollte der nächste her, so der Plan. Doch dermaßen uninspiriert und ideenlos zu agieren wie die Silberberger-Elf in den ersten 45 Minuten, konnte selbst – bei allem Respekt- von Aufsteiger Wels bestraft werden. Ex-Admiraner Nicolas Keckeisen gab in der 8. Minute den Assist zum Führungstreffer der Gastgeber. Dieser spielte ihnen in die Karten, von da an verteidigten die Welser um so leidenschaftlicher und teilweise auch sehr hart. Doch punktelos heimzufahren, lag in erster Linie am Team der Gäste, die sich in der zweiten Hälfte durchaus steigerten und auch zu Chancen kamen. Dreimal zeichnete sich der Tormann aus, einmal verhinderte die Stange einen Treffer. Die größte Möglichkeit vergab am Ende Horvat aus kurzer Distanz.
FC HERTHA WELS VS. FC ADMIRA WACKER 1:0 MAREK SVEC, 8.
Insgesamt war das einfach zu wenig für einen Aufstiegsaspiranten. Aus dem Spitzenreiter wurde noch am selben Abend ein zweiter Reiter, denn Amstetten siegte beim SKN und erklomm so die
Tabellenspitze. Lustenau war spielfrei und Gewinner der Runde. Reime sind in der Regel schön, aber in diesem Fall eher nicht so positiv konnotiert. Denn Zweiter war man schon in der Vorsaison,
Zweiter will keiner sein, in dieser Liga markiert dies den ersten Verlierer. Außer die Tabelle hält so bis zum Ende und Amstetten kürt sich zum Meister. Da die SKU nicht aufsteigen möchte, würde
der Zweitplatzierte Relegation gegen den Letzten der 1. Liga spielen. Auch kein optimales Szenario, aber immerhin eine Chance – doch bis dahin stehen für Admira Wacker noch 10 Spiele auf dem
Programm. Das nächste am kommenden Sonntag (8.3., 10:30) gegen Austria Klagenfurt. Die nicht nur ohne Anhang kommen (siehe bitte Kurvenlage „Eineg’schneit“), sondern bekanntlich auch am Ende der
Saison absteigen wird.
Aus wirtschaftlichen Gründen, sie verdoppelten die Anzahl nach Stripfings Abgang bereits. Mit Wels ist auch der letzte Gegner der Südstädter in finanzieller Bedrängnis. Mehr über den Konflikt mit
Ex-Hauptsponsor HOGO, der die Zusammenarbeit vor einigen Wochen beendete, ist im Artikel hier nachzulesen. Dieser endet – Achtung
Spoiler! – damit, dass um die Lizenz gebangt werden muss. Dieses Szenario kannte man früher in der Südstadt nur allzu gut, war es vor dem Einstieg von Flyeralarm ein jährliches grüßendes
Murmeltier. Der entsprechende Tag fand am 2. 2. statt, exakt einen Monat danach ist mit heute Montag Abgabetermin für die Lizenzierung der nächsten Saison. Da bis dato kein neuer Hauptsponsor
präsentiert wurde, kann man auch als Laie und sehr vorsichtig vermuten, dass die Zukunft von Admira Wacker alles andere als gesichert ist. Mehr dazu wohl Ende des Monats bzw. Anfang April.
Ob neue Unterstützer cashless bezahlen oder in bar, wäre klarerweise egal. Die Premiere von cashless im Stadion funktionierte in der vergangenen Woche offensichtlich gut, da mir keine
gegenteilige Berichterstattung zu Ohren kam. Das ist gut und ich möchte mit diesem positivem Feedback die heutige Kolumne beenden. Zweiter Reiter hin oder her.
Forza Zweiter Reiter! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

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Dietmar Dokalik (Mittwoch, 04 März 2026 22:56)
Ok, der 24.2 ist Matteos und Matijas Namenstag, damit auch Deiner. Alles Gute, Mozzl!