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Eineg'schneit

Wie sehr sehnten die Fans das Ende der langen Winterpause herbei, die Freude war schon riesig. Noch 12 Spiele bis zum Aufstieg, so der Plan. Dazu wird man bis spätestens 14. Mai mehr wissen, da sollte es auch schon deutlich wärmer sein. Nun wurde die Pause für Admira Wacker um zumindest 4 auf 72 Tage verlängert. Nach dem starken Schneefall bereits am Donnerstag und dann auch noch bis in den Freitag hinein kam die Nachricht über die Spielabsage nicht wirklich überraschend eineg’schneit. Die Rede ist vom geplanten „Frühjahrsauftakt“ in der Südstadt gegen die Young Violets. Für dieses Spiel erledigte sich der letzte Check in mehrerlei Hinsicht. Einerseits wurde eine Kommissionierung obsolet, da das Spielfeld reichlich mit Schnee bedeckt war. Andererseits erübrigte sich der letzte Check vor dem Spiel auch für die Fans, dieser wurde auf Dienstag, 24. Februar, 18.30 verschoben

 

Die Rasenheizung wurde zwar aktiviert, doch gegen die Massen, die es ins Stadion eineg’schneit hatte, konnte sie keine Wirkung zeigen. Das galt eher der Prophylaxe gegen zu viel Frost am Boden. Mehr hätten wohl die eine oder andere Schneeschaufel gebracht. Allerdings birgt das Freischaufeln die Gefahr, das Geläuf nachhaltig zu schädigen, wenn auf zu matschigem Boden gespielt wird. Schon gesehen in der Südstadt, auch selbst mitgeschaufelt. Dies taten im feinen Döbling und in Amstetten sehr viele Freiwillige, um die jeweiligen Partien zu ermöglichen. Die Vienna besiegte den SKN mit 2:1, Lustenau bezwang zum Auftakt Kapfenberg durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit demselben Resultat. Der klar reguläre Ausgleichstreffer des KSV eine Minute später wurde aberkannt. Amstetten spielte am Sonntag gegen die Hertha, dem nächsten Gegner von Admira Wacker (Wels, Freitag 27.2., 18h). Die Hertha mit dem früheren Südstädter Nicolas Keckeisen ging durch Ex-Admiraner Albin Gashi in Führung, kassierte noch den Ausgleich zum 1:1. Damit hat Admira Wacker am Dienstag wie schon im Dezember in Amstetten die Chance, mit einem Sieg die Tabellenführung zu übernehmen.  

Das Spielfeld war dick mit Schnee bedeckt und somit nicht bespielbar
Foto: Admira Wacker/Loshaj

Ebenfalls noch Gegner der Südstädter wird Austria Klagenfurt sein, bei der Sonntags-Matinée am 8.3. (10.30). In Kärnten kriselt es seit geraumer Zeit, dem zuletzt eingeleiteten Insolvenzverfahren folgte kein Rekurs. Die Spiele der Violetten sollen bis Saisonende gesichert sein, danach steigt der Klub fix ab. So wie Stripfing, das Duell der zwei Pleiteklubs wäre übrigens in der noch aktuellen Runde am Plan gestanden – die Krone nannte das Match „Bankrottico“. Die aktive Fanszene der Waidmannsdorfer wird die erste Mannschaft in der laufenden Meisterschaft nicht mehr unterstützen, stattdessen das Amateurteam. Das ist eine verständliche Reaktion auf die Vorgänge im Verein, über den sich manche Menschen schon gedacht haben sollen, ob’s denen eineg’schneit hat. Und da rede ich definitiv nicht von kolumbianischem Doping. Neuer Hauptverantwortlicher ist seit der Vorwoche jener Mann, der bereits in Leoben sein Unwesen trieb. Daraus resultierte statt dem angepeilten Aufstieg nach ganz oben die Insolvenz und der Abstieg. Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt.

 

Davon können die Fans in der Südstadt auch so manches Lied pfeifen, etwa mit den Titeln „Iranische Märchen“ (Untertitel „Da is‘ uns der Majid eineg’schneit“), „Tu nix Felix Admira“ oder „Verpröllungen“. Aktuell ist der Abgabetermin für das Lizenzierungsverfahren schon in Sicht (2.3.). Wie auch die beiden Spiele dieser Woche, wofür am vergangenen Samstag noch ein letztes Testspiel gegen Donaufeld ausgetragen wurde. Auf Kunstrasen startete das aktuelle A-Team, das eine Halbzeit im Einsatz war, zur Pause stand es 4:0. Danach wurde komplett durchgewechselt, Endstand war 5:2. Alle Details dazu wie immer nachzulesen bei deradmiraner.at. Daraus kann man auch ableiten, welche Spieler fehlten, wie etwa Sergej Savic. Der in der Vorwoche nach seiner Verletzung wieder ins Mannschaftstraining startete.

Ob der Ball am Dienstag wieder rollen wird ist nach wie vor eine Sache vom Quaxi
Foto: Admira Wacker/Loshaj

Ich bin kein Wetterfrosch, kann nur wiedergeben, was die Prognosen all der Apps berichten. Nämlich, dass der aktuell herrschende Regen morgen Dienstag mengentechnisch seinen Höhepunkt erreichen soll. Damit ist die Gefahr, dass es eineschneit gebannt, es könnte allerdings eineregnen. Was wiederum den örtlichen Winterdienst nicht mehr allzu sehr jucken wird, eher im Gegenteil. An dieser Stelle ein großes Dankeschön für den Einsatz aller, die uns über diesen harten Winter den Weg durch den vielen Schnee gebahnt haben. Ganz speziell an jene der Gemeinde Maria Enzersdorf!

 

Forza eineg‘schneit! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

Alle Informationen zur Fanfahrt nach Wels

 

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