In der 732. Ausgabe der Kurvenlage möchte ich heute – auch anlässlich der Olympischen Spiele – ein wenig über den Olympischen Gedanken philosophieren. Quasi die Seele des Sports, durch die Steine und Beine erst lebendig werden. Wobei mit dem Stichwort „Olympischer Gedanke“ zwei Sprüche assoziiert werden, die einander eigentlich widersprechen. Oder doch nicht? Meiner Erfahrung nach wurde die lebende Generation mit „dabei sein ist alles“ sozialisiert. Im Sinne von, nicht gewinnen ist wichtig, sondern die faire sportliche Haltung als eigentliches Motiv. Das ist natürlich sehr schön, trotzdem einerseits sehr schwer möglich. Andererseits steht es in Kontrast mit dem 1894 erstmals (vom Dominikanerpater Henri Didon) formulierten „Citius, altius, fortius“, also „schneller, höher, stärker“. Dem wurde 2021 „communiter“ angefügt, übersetzt „gemeinsam“.
Nur dabei zu sein, ist für Profisportler per se keine Option. Jede(r) möchte gewinnen, ob als Einzel- oder Teamathlet. Am Besten gefällt mir der ursprünglich vom Bischof Ethelbert Talbot geäußerte Leitspruch: Das Wichtige an den Olympischen Spielen ist nicht zu siegen, sondern daran teilzunehmen; ebenso wie es im Leben unerlässlich ist, nicht zu besiegen, sondern sein Bestes zu geben. Aus dieser Haltung heraus ist es aus meiner Sicht nicht nur legitim, sondern auch logisch, stets im fairen Wettkampf nach dem Sieg zu streben. Das klingt jetzt vielleicht ein wenig kompliziert und hochtrabend - für mich ist es jedenfalls der richtige Zugang zu Sport, im Umgang mit Menschen und dem Leben generell.
Die aktuellen Spiele in Italien gehen in die Geschichte als jene ein, bei denen die Austragungsorte die am weitesten verstreuten sind. Das bedeutet, dass die große Olympische Sportfamilie nicht an einem Ort, sondern in mehreren Dörfern untergebracht ist. Dadurch können die Athlet:innen teilweise nicht zu anderen Bewerben zusehen gehen, das widerspricht dem Olympischen Gedanken. Ob die rot-weiß-roten Vertreter:innen nur dabei sind oder Medaillen heimbringen, bitte ich den Tagesmedien zu entnehmen. Das tun selbst manche richtige Fans inklusive Familien der Wettkämpfer:innen ob der teilweise exorbitant hohen Gastro- und Ticketpreise, verzichten schweren Herzens auf Live-Präsenz vor Ort. Das ist eher ein Kontrapunkt zum Olympischen Gedanken, wie ich meine.
Admira Wacker - 1. FC Nürnberg 2:4 (2:2)
Torschützen:
32' Marco Wagner
41' Justin Forst
So interessant manche Bewerbe bei den Spielen sind, es ist eindeutig höchste Zeit, dass in Liga zwa die Kugel wieder rollt. Von heute Montag an sind es nur mehr 11 Tage, nächste Woche Freitag geht es endlich wieder los. In für Hardcore-Fans völlig ungewohnter Konstellation, nicht zumindest 2-3mal oder öfter stundenlang in der Kälte einem Testspiel beigewohnt zu haben. Weil bekanntlich dreimal Publikum am ÖFB-Campus nicht erwünscht war. Dazu fanden zwei Spiele der Südstädter doch etwas weiter entfernt statt, anfangs in Graz und letzten Samstag in Pasching. Dort siegte die Silberberger-Elf gegen die LASK Amateure mit 4:3, Details bitte deradmiraner.at entnehmen. Das gilt auch für das Spiel vom Mittwoch, das gegen Nürnbergs U23 ebenfalls torreich verlief (2:4).
LASK - Admira Wacker 3:4 (2:1)
Torschützen:
16' Christopher Olsa
60' Justin Forst
70' Marco Schabauer
75' Lukas Malicsek
Während in Italien die Olympischen Spiele am Freitag eröffnet wurden, schloss in Österreich das Transferfenster. Mit Jan Murgas verlässt nur ein Kicker Admira Wacker leihweise in die Slowakei zu Ruzomberok. Sergej Savic wurde bekanntlich in die „Erste“ hochgezogen, wird aber verletzungsbedingt noch einige Zeit fehlen. Ligakonkurrent Vienna gab Pippo Schmidt an Tarxien Rainbows (Malta) ab, mit Willi Vorsager wechselte ein weiterer Ex-Akademiker innerhalb der Liga von Stripfing zu den Young Violets. Damit ist er potenziell in der ersten Partie gegen Admira Wacker dabei, beim zweiten Spiel könnte wiederum Nicolas Keckeisen mit Wels auf sein Ex-Team stoßen. Alle Transfers der 2. Liga sind hier verlinkt. Die beiden aus Südstädter Sicht größten Transfers dort ausgebildeter Kicker sind einerseits Paul Koller, der von Altach zu Sturm wechselte. Andererseits wie bereits erwähnt Stefan Poschs Leihe zu Mainz, das ist auch finanziell interessant, weil anteilige Solidarabgaben in niedriger sechsstelliger Höhe zu leisten sind. Weltenbummler Richie Windbichler kehrte zu seinem Kindheitsverein Scheiblingkirchen heim, womit sich für ihn nach vielen Stationen auf insgesamt vier Kontinenten der Kreis schließt.
Der Kreis ist auch ein Teil Olympias, da wären mir fünf solche als Ringe aufgefallen. Wie erwähnt, werden sich die Spiele mit dem Auftakt von Liga zwa nächste Woche überschneiden. Vor dem ersten Bewerbsspiel der Südstädter am Freitag, dem 20. 2. (18h, Datenpol Arena) wird am kommenden Freitag, dem 13. noch einmal getestet. Gegen Ligakonkurrent Amstetten um 15h, voraussichtlich ebenfalls im Stadion. Dort ist übrigens seit der Vorwoche ein neuer Mitarbeiter am Werk, der sich um den Rasen kümmert, mehr dazu hier im link. Also, das Fazit heute lautet: Dabei sein ist alles, das gilt auch für die Fans im Stadion. Aber eben nicht alles, denn gewinnen möchten alle, das aber in einem sportlich fairen Wettkampf mit Respekt vor dem Gegner. Das ist Admira Wacker Style.
Forza Olympischer Gedanke! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)
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