Der Winter herrscht weiterhin mit eisernem Griff in Österreich, es ist kalt und eisig. Selbst im Osten liegt seit Wochen Schnee, mitunter bietet sich ein Winterwunderland. Das bedeutet einerseits, dass jene Klubs, die in der Heimat trainieren, auf Kunstrasen, Hallen oder Kraftkammern angewiesen sind. Andererseits gab es für jene Klubs aus der Bundesliga, die in der Türkei ihre Trainingslager abhalten, auf Grund anhaltender starker Regenfälle etliche Absagen von Testspielen. Blau-Weiss Linz wird wie die weiteren 7 Viertelfinalisten bereits am kommenden Wochenende sein Spiel im ÖFB-Cup austragen. Deshalb wollten die Oberösterreicher den finalen Test gegen Admira Wacker unbedingt auf Naturrasen spielen. Das ist kaum wo möglich, vor allem nicht auf dem schneebedeckten Rasen der Südstadt. Deshalb wurde die Partie am neuen ÖFB-Campus in Aspern ausgetragen.
Admira Wacker - Blau Weiss Linz 3:3 (1:1)
Torschützen:
25' Turqay Gemicibasi
62' Marco Schabauer
75' Aleksandar Djordjevic
Dort wird mit der Rasenheizung dem Winter getrotzt, allerdings fand das Match auf Wunsch des ÖFB unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Beim 3:3 – Remis holten die Südstädter in der 2. Hälfte einen 2-Tore-Rückstand auf, mehr dazu auf deradmiraner.at. Im ÖFB-Datenservice ist allerdings nur je ein Wechsel pro Team angegeben, das dürfte nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Der Bericht der NÖN erwähnt nämlich namentlich Ivan Bradarics erfreulich starke Leistung, dieser ist auf dem Spielbericht nicht angegeben. Wie auch immer, letztlich handelte sich es nur um einen Test, der wie schon so oft erwähnt immer mit Vorsicht zu genießen ist und relativ wenig Aussagekraft hat. Weiter geht es für den Kader von Admira Wacker mit Training in der verschneiten Heimat abwechselnd in Kraftkammer, der Soccer City und auf Kunstrasen.
Dieser bedeutet allerdings auch eine höhere Belastung für die Körper der Sportler, Sehnen und Muskulatur werden stärker beansprucht als auf Naturrasen. Das war aber eher nicht der Grund für die Verletzung von Vizeweltmeister Sergej Savic. Er prallte im Training mit Benjamin Glitia im Zweikampf aufeinander, dabei sprang ihm eine Kniescheibe heraus. Zum bereits zweiten Mal in seiner Karriere, da keine Bänder und Sehnen verletzt wurden, kann das Knie konservativ behandelt werden, er wird etwa einen Monat ausfallen. Trotzdem ist der Verein im finalen Stadion der vorzeitigen Verlängerung des Vertrages mit dem Youngster. Mehr über ihn gibt es hier in einem Artikel zu lesen. Er möchte jedenfalls möglichst oft in den Matchkader kommen und Spielminuten sammeln. Daheim in der Südstadt wird er das in neuem Licht tun können, denn die Flutlichtanlage wird Mitte Februar saniert, dafür erhält Admira Wacker auch Fördergelder.

Ein Wunder wird es für die Be-Wunder-te nicht unbedingt benötigen, um die Lizenz für die nächste Saison zu erhalten. Allerdings ist bis zum Abgabetermin am 2. März nicht mehr all zu viel Zeit. Und ein neuer Hauptsponsor nach wie vor nicht in Sicht. Laut Präsident Christian Tschida ist dieser in guten Gesprächen und optimistisch betreff der Finanzierung der kommenden Spielzeit. Abgesehen davon ist die aktuelle Saison ausfinanziert, im Sommer endet aber bekanntlich der Vertrag und damit das Engagement von Flyeralarm. Cashless zu bezahlen ist im 21. Jahrhundert bei Leibe kein Wunder mehr, trotzdem wundern sich in den sozialen Medien etliche Menschen darüber, dass das im Südstädter Stadion ab heuer so sein wird. Nicht nur wundern, sondern tatsächlich erbost und enttäuscht sind manche sogar so sehr, dass sie wegen dieser Novität ihre Matchbesuche einstellen möchten.
Das Land steht im österreichischischen Sprech für das jeweilige Bundesland. Mit diesem hat es sich Admira Wacker im Zuge des unnötigen Pröll-Projekts SCN in den 90er Jahren nachhaltig verscherzt. Seitdem fließen im Gegensatz zur Zeit davor die Gelder von Landesfirmen oder dem Lande nahen Unternehmen nur sehr dünn bis gar nicht. Viele Funktionäre des Klubs gingen daher bereits Klinken putzen und versuchten mit Vertretern des Landes wieder ein besseres Klima herzustellen. Noch liegt Admira Wacker aber deutlich am Ende der Liste öffentlicher Zuwendungen unter Fußballklubs in Österreich. Daher ist Geschäftsführer Bernhard Schmidt fleißig am Netzwerken, auch mit der Landeshauptfrau und ihrem für Sport zuständigen Landeshauptfrau-Stellvertreter gab es bereits Gespräche. Wie auch mit weiteren Partnern aus der Privatwirtschaft, dazu soll es demnächst News geben.
Im Land seiner Eltern hält sich weiterhin Jan Murgas auf, er absolvierte mit Ruzomberok ein Trainingslager und sportmotorische Tests. Die Slowaken möchten ihn vorerst leihen, dazu soll eine Kaufoption verhandelt werden. Finalisiert ist dies allerdings noch nicht. Im Gegensatz zur Leihe von Stefan Posch zu FSV Mainz, wo er bereits am vergangenen Samstag debütierte. Die Leihe von Como, das seinerseits davor die Kaufoption von Bologna zog und ein möglicher Transfer werden den Südstädtern einen Betrag im niedrigen sechsstelligen Bereich bringen. Geld, das der Klub nur all zu gut brauchen kann. Diese Woche wird am Freitag (14h, ÖFB Campus Aspern) ein Testspiel gegen Voitsberg ausgetragen werden. Auch wenn das Winterwunderland mittlerweile weggeregnet wurde, sind bespielbare Naturrasenplätze rar, deshalb fiel die Wahl erneut auf den Campus. Ob diesmal Zuschauer erwünscht sind, ist mir bis dato nicht bekannt.
Forza Winter.Wunder.Land! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)
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Bernhard Nagl (Montag, 26 Januar 2026 19:54)
Test gegen Voitsberg lt. "Der Admiraner" um 14 Uhr! Keine Ahnung was stimmt.
Lg
Matthias Schwaiger (Dienstag, 27 Januar 2026 21:48)
Danke, Locke, bist der Beste! Ist bereits ausgebessert. Immer wacker bleiben..... ;-)