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Jubiläums-Jahresrückblick

Weihnachten gut verbracht? Viele Kekse genascht? Alle Lieder gesungen? Wurden die Begehrlichkeiten vom Wunschzettel erfüllt? Die Bescherung ist erledigt, ich hoffe, alle hatten bzw. haben angenehme Feiertage, schöne Ferien und freuen sich auf noch ein paar beschauliche Tage in der Zeit um die Jahreswende. Diese naht, der Kalender verliert bald ebenso seine Gültigkeit wie das Jahr 2025 zu Ende gehen wird. Ein guter Zeitpunkt, um einerseits neue Pläne zu schmieden, als auch Resümee zu ziehen. Im Fall von Admira Wacker wage ich einen Jubiläums-Jahresrückblick. Woran werden sich die Fans gerne erinnern und woran vielleicht weniger gerne? Was waren die Highlights, gab es auch Enttäuschungen und harte Phasen im ablaufenden Jahr?

 

Hier ein kleiner Überblick:

Woran sich die Fans in der Südstadt gerne erinnern werden, sind selbstverständlich Tore und Siege ihres Teams, an gelungene Aktionen, an Feste und Choreografien. In den insgesamt 33 Spielen des Kalenderjahres gab es 16 Siege, 11 Remis und 6 Niederlagen. Über 67 erzielte Tore wurde gejubelt, 33 Treffer mussten eingesteckt werden. Das ist im Vergleich mit dem Jahr 2024 eine negative Entwicklung, damals gab es in (ebenfalls inklusive Cup) 32 Matches 21 Siege zu feiern, bei 4 Unentschieden und 7 Niederlagen. Das ist vor allem dem sehr schlechten Frühjahr dieses Jahres geschuldet, dazu später mehr. Denn in Erinnerung bleiben werden in erster Linie die positiven Erlebnisse. Dazu zählten in diesem vielfachen Jubiläumsjahr einige Veranstaltungen und Aktionen im und außerhalb des Stadions.

Die Fanatics zeigten anlässlich ihres 30 jährigen Bestehens eine Choreo

Die Südstadt Fanatics begingen ihren 30. Geburtstag mit einer Choreo beim letzten Saisonspiel 24/25 und feierten sich selbst im September einen ganzen Tag lang mit Fußballturnier, Grillerei, Cocktails und dem WM-Quali-Spiel Österreich gegen Zypern im TV. Das führt zu einem der sportlichen Highlights des Jahres, nämlich zur erfolgreichen Qualifikation des Herren-A-Teams für die WM 2026. WM spielte die österreichische Burschen-U-17 – und wie! Sie marschierten mit lauter Siegen ins Finale, das sie mit dem Südstädter Sergej Savic knapp verloren. Admira feierte heuer den 120. Wiegentag, dieser wurde bereits am 17. Oktober um Mitternacht mit einem Feuerwerk zelebriert. Tags darauf wurde das Jubiläum mit beeindruckenden Choreos gegen Salzburg gefeiert, der 4:0-Sieg rundete das schön ab. Wie auch das gedrehte Spiel zum 2:1-Endstand gegen den SKN im November. Dieses Match wurde anlässlich 10 Jahre Gate 2 von einer sensationellen 10-teiligen Choreografie umrahmt. Auch die Ultras feierten sich, mit einer Party im Badener Melker Keller. Ebenfalls zu feiern hatte die Kurvenlage mit der 700. Ausgabe, weiters die Südstädter Dreierkette, die ihren 100. Podcast live im Businessclub veranstaltete.

G2A ließ es ordentlich krachen

Mit Aussicht auf Feierlichkeiten begann das Jahr 2025, weil das Team mit dem sensationellen Herbst 2024 den Jahreswechsel als Winterkönig begangen hatte. 3 Punkte Vorsprung und 3 Verstärkungen namens Jörg Siebenhandl, Christoph Knasmüllner und Daniel Nussbaumer machten Hoffnung auf den Aufstieg. Danach sah es die längste Zeit auch aus, der Vorsprung konnte temporär sogar ausgebaut werden. Doch das Frühjahr selbst wurde nur am 8. Rang beendet. Warum das so war, ist bis heute unklar. Waren es die Nerven, eine Kopfsache? War die Mannschaft zu leicht auszurechnen, zu wenig variabel? Hatte sie im Herbst überperformt und im Frühjahr quasi „normal“ gespielt? Es wird wohl ein Mix aus allem zusammen gewesen sein, der zu einer negativen Spirale führte.

 

Diese begann sich am Karfreitag gegen Stripfing zu entwickeln. Trotz Pausenführung gab das Team das Heft aus der Hand, hatte am Ende noch Glück, zumindest 2:2 unentschieden gespielt zu haben. Wieder mit Führung zur Halbzeit verlor man dann am folgenden Ostermontag in Amstetten 2:3, dasselbe Ergebnis setzte es am Freitag danach trotz Führung daheim gegen Sturm II. All das konnte Verfolger Ried nicht dazu nutzen, den Tabellenführer zu überholen. Somit reisten die Südstädter am 2. Mai mit einem Punkt Vorsprung und über 400 Fans ins Innviertel. Die Hausherren dominierten die Partie klar, gewannen 2:0 und gaben die Spitze bis zum Ende nicht mehr ab. Obwohl gegen Voitsberg zwar noch ein Sieg gelang, mit dem 0:1 in Salzburg gegen Liefering war auch theoretisch Schluss.

 

Der verpasste Aufstieg war für alle Beteiligten schwer verdaulich, es fühlt sich für manche(n) immer noch sehr schlecht an. Bei Admira Wacker tat sich auch deshalb im Sommer sehr viel. Sportdirektor Peter Stöger zog es nach Wien, sein Nachfolger wurde Ralf Muhr. Dieser stellte zusammen mit Trainer Thomas Silberberger den Kader für die aktuelle Saison zusammen. Das wurde später von Teilen der Fans neben etlichen anderen Punkten scharf und öffentlich kritisiert, vor allem, weil zu viele externe Spieler geholt wurden und in der Folge auch statt wie in der Südstädter DNA eigentlich vorgesehen statt der Eigenbauspieler eingesetzt wurden. Die Transferübersicht ist hier zu sehen. Immerhin stellte sich die Vereinsführung der Kritik, das Ergebnis daraus ist Dialog in Form eines monatlichen Jour fixes.

Eine bombastische Choreo zeigte der Block

Das ist ebenso positiv wie die Entwicklung der Mannschaft, die im Herbst bis auf das letzte Spiel lange ungeschlagen blieb. Inklusive der oben angesprochenen Siege gegen den SKN und Salzburg, dazu kamen jeweils 4:0 – Erfolge in Klagenfurt und gegen Liefering sowie das 6:1 gegen Kapfenberg. Höchste Dramatik bot das Heimspiel in der 3. Cuprunde gegen Meister Sturm. Dieser wurde bis ins Elfmeterschießen gefordert, die Grazer entschieden das Rekord-Elfern am Ende für sich. Der mögliche erneute Winterkönig wurde mit zu vielen Unentschieden gegen schwächere Gegner vergeben, etwa gegen das Grazer und die beiden Wiener Amateurteams sowie gegen Bregenz. Erfreulich waren die Kampfmannschafts-Debüts von Christopher Olsa, Sandro Steiner, Ivan Bradaric und Aleksandar Djordjevic. Weniger schön war jedoch die relativ geringe Quote der eingesetzten Eigenbauspieler und die quasi Ausbootung der beiden Nachwuchsnationalspieler Fabian Feiner und Jan Murgas.

 

Da fehlte den Fans die DNA des Klubs, hätte es auf jeden Fall mehr sein können und sollen. Wie auch bei der Trennung von Legende Wolfgang Knaller im Sommer. Der Ex-Goalie war über Jahrzehnte in diversen Funktionen für den Verein tätig und wurde kurz vor seiner Pensionierung vor die Tür gesetzt. Er wurde von den Südstadt Fanatics gebührend gewürdigt und verabschiedet. Das tat der Verein bei Thomas Ebner mit einer weiteren Legende vorbildlich, so soll es sein. Wie auch die Ehrungen von zahlreichen Vereinsikonen beim Jubiläumsspiel gegen Salzburg. Danke dafür!

 

Danken möchte ich persönlich allen Menschen, denen ich heuer begegnet bin, für viele Gespräche, und Diskussionen. Ich plädiere dafür, dass auch andere Meinungen respektiert werden, es immer Kompromisse geben muss für ein gelungenes Miteinander. Weiters bedanke ich mich für alle Bengalen, Scheiben, Choreos, Doppelhalter, Festln, Seidln, Bardamen und -herren, den Ordner:innen, besonders dem älteren Herrn in der Kurve, den SKB und Kolleg:innen, Dank an Deine Mutter (schreit Admira!) und vor allem allen Unterstützer:innen sowie Spender:innen zu den Projekten von Gate 2 und der Fanatics. Gate 2 kam auf eine Summe von über 3000 €, die dem Tierschutzhaus inklusive Futterspenden von Dehner im Wert von über 8000 € werden konnten. Die Fanatics erlösten aus der Weihnachtstombola einen Betrag von € 1995,-. Dieser wird via Gemeinde Maria Enzersdorf Menschen im Ort zu Gute kommen, die Hilfe benötigen. Zusätzlich wird eine Spende von € 500,- an eine noch offene karitative Einrichtung  gehen. Danke!

 

Ich wünsche der geneigten Leserschaft einen angenehmen Jahreswechsel und einen guten Start 2026! Bleibt Admira Wacker und der Kurvenlage bitte auch nächstes Jahr gewogen! Danke für die Treue, für Feedback und Verbesserungsvorschläge!

 

Forza Jubiläums-Jahresrückblick! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

 

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