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Das crazy Oida

18. November 2025, das crazy Oida. Wird jetzt einmal kein Feiertag in Österreich, mit dem Bundespräsidenten könnte man darüber sprechen, wenn die Mannschaft von der WM mit dem Pokal heimkehren würde. Dem durchaus nahe kommt die ÖFB-U 17 bei der Weltmeisterschaft in Katar. Das zweite Entscheidungsspiel in der K.O.-Phase des Turniers entschied die Elf von Hermann Stadler gegen England sensationell hoch mit 4:0 für sich. Das passierte an eben jenem 18.11. Das crazy Oida wurde dann aber erst später gesichtet, nämlich nach der 1. WM-Qualifikation durch Österreichs Herren seit 1998. Unnötig spannend gemacht haben es die Gäste aus Bosnien mit einem Standard-Tor, der VAR in Zusammenarbeit mit dem Referee und aus meiner Sicht zu Beginn auch eine Prise Nervosität in den Reihen der Rangnick-Burschen.

 

Mit dem Auftritt in Halbzeit zwei, als ein ohnehin schon dominierter Gegner noch mehr unter Druck gesetzt wurde, erzwang der Gastgeber auch das Glück. Die Mannschaft wollte das unbedingt, der Wille jedes einzelnen Spielers war förmlich zu spüren. Dementsprechend fielen dann auch Jubel und Feierlichkeiten aus. David Alaba probierte sich ja gar als Busfahrer. Das crazy Oida. Insgesamt hatte sich dieses Team die Quali verdient, besonders erfreulich ist es für die Altspatzen, die ihre wohl letzte Chance auf ein Messen mit den Besten nutzten. Bis dahin ist noch jede Menge Zeit, die Auslosung wird am 5. Dezember stattfinden. Nach dem Erfolg zerstreute sich der Kader wieder in alle Richtungen zu ihren Klubs. Am Wochenende standen ja bereits wieder Meisterschaftsspiele auf dem Programm.

 

Am Freitag dann aber schon wieder: das crazy Oida. Österreichs U 17 schlug Japan mit 1:0, konnte es sich sogar leisten, in der Nachspielzeit einen Elfmeter zu vergeben. Unfassbar, was die Burschen bis dahin geschafft haben. Heute Montag stand das Halbfinale gegen Italien auf dem Programm. Zweimal traf der Lieferinger Johannes Moser, es kam zum bisher einzigen Gegentreffer im gesamten Turnier diesmal keiner dazu. Das crazy Oida! Das Finale wird am Donnerstag (27.11., 17h) ausgetragen. Der Gegner wird Brasilien oder Portugal sein. Aber das ist wohl egal, dieses Team kann es mit jedem Gegner aufnehmen und den Pokal heimbringen.

Trotz niedriger Temperaturen fanden einige wenige den Weg ins Stadion

Für mich persönlich war die letzte Woche fußballtechnisch perfekt. Das A-Team qualifizierte sich für die WM, die U 17 stürmte ins Semifinale und dann noch die Krönung durch Admira Wacker. Am Samstag bei gefühlten -10 Grad fanden sich nur sehr wenige Menschen in der Südstadt ein, quasi die ganz Harten. Offiziell sollen es 1187 gewesen sein, vermutlich waren es eher halb so viele. Diese mussten ihr Kommen jedoch keine Sekunde bereuen. Denn sie sahen eine spielfreudige, dominante Heimelf, die in keiner Phase des Spiels die Kontrolle abgab. Zu Beginn wurden zwei große Chancen (1., 9.) allerdings vergeben. Es brauchte wie gegen den SKN wieder einen Outeinwurf durch Josef Weberbauer als Dosenöffner (sic). Man schrieb die 21. Minute, nach dem Einwurf war Matteo Meisl der vierte Spieler, der Ballkontakt hatte, wie gegen den SKN einnetzte. Danach vergab die Heimelf noch eine sehr gute Möglichkeit, es blieb zur Pause beim 1:0. Da wärmten sich die Fans im Clubraum kurz auf.

Logo Admira Wacker
Logo FC Liefering

Admira Wacker - Liefering 4:0 (1:0)

 

Torschützen:

21' Matteo Meisl

53' Eigentor

63' Alexander Schmidt

90+2' Marco Schabauer

Eigentlich war die zweite Halbzeit im Vergleich zur ersten spielerisch etwas schwächer, doch Tore fielen dann dreimal so viele wie in Durchgang eins. In der 53. Minute traf der Lieferinger Verhounig bei einem Missverständnis mit seinem Goalie ins eigene Gehäuse. Genau 10 Minuten danach sorgte Alexander Schmidt mit seinem 7. Meisterschaftstreffer und schöner Einzelaktion für die Vorentscheidung. Da fragten sich die Fans, ob es tatsächlich zu einer interessanten Analogie kommen würde. Denn auch im Vorjahr war der FC Liefering in der 14. Runde um 14:30 in der Südstadt zu Gast, damals war es der 23.11. und das Endresultat lautete 4:0. Um vorwegzunehmen, was eh schon jeder hier weiß: das crazy Oida! Denn nicht nur, dass es in der 92. Minute zum identen Ergebnis kam, sondern auch wie Marco Schabauer es erzielte – volley und ins Kreuzeck, ein Pracht-Treffer!

Bei den Fanatics gibt es Nachwuchs
Ein wahrer Admiraner hat uns verlassen, Ruhe in Frieden DI Haderer

Dass ich wie im Jahr davor auch heuer nach dem Spiel abends zum Chorkonzert ging, bei dem Mutter und Schwester sangen, wird vielleicht nicht jeden interessieren, war aber tatsächlich so. Das crazy Oida! Ebenfalls mitgesungen hat die Oma vom neugeborenen Lukas, der per Spruchband in der Kurve willkommen geheißen wurde. Gratulation an die stolzen Eltern und die ganze Familie! Wie das Leben so spielt – einer kommt und der andere geht. Wie bereits vermeldet, musste Wilhard Haderer für immer gehen, für ihn wurde eine schöne Gedenkrede verlesen, seiner mit einer Trauerminute gedacht und ihm per Spruchband noch einmal die letzte Ehre erwiesen. Danke für’s Daumen drücken, lieber Wilhard, wo auch immer Du jetzt bist! Mach‘ das bitte auch am kommenden Freitag (20:30), wenn es zur Neuauflage des Großen Floridsdorfer Derbys am FAC-Platz kommen wird. Es warat wengan das crazy Oida.

 

Forza das crazy Oida! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

Alle Informationen zur Auswärtsfahrt nach Floridsdorf am 28 11 25

 

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