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Ein Satz mit X

Freitagabend, Nieselregen, Flutlicht. Für Fussball-Liebhaber ideale Bedingungen, für die Bewunderten offensichtlich kein Hindernis, ins Südstädter Stadion zu gehen. Um der Bewunderten auf die Beine zu sehen. Man sollte meinen, es würden immer weniger werden, die sich das nach den letzten Leistungen noch antun. Doch mit 1200 Menschen kamen gegen Lustenau diesmal so viele wie noch nie in dieser Saison in die Arena. Sie sahen zu Beginn eine notgedrungen umgestellte Elf der Hausherren. Auf Grund der Ausfälle von Stefan Haudum und Deni Alar standen diesmal Justin Forst und Turgay Gemicibasi nach Sperre in der Startelf. Dazu fehlten Aristot Tambwe-Kasengele, Aaron Sky Schwarz, Manuel Holzmann und weiterhin Jörg Siebenhandl. Wieder in der Anfangsformation zu finden war Felix Holzhacker, da haben wir einmal einen Satz mit x.

 

In der Kurve sahen die Fans zu Beginn nicht allzu viel, da die Choreo der Fanatics präsentiert wurde. Verpasst haben sie zumindest von der eigenen Elf nix. Was hat es nun mit diesem Satz mit x auf sich? X steht ja neuerdings für Twitter, für pornografische Inhalte, aber auch für Weihnachten, X-mas. Ansonsten kommt das x nicht allzu oft im Sprachgebrauch vor, außer man liest Asterix und Obelix. Dort kommt der Buchstabe maximal oft vor, wie ansonsten nur in Wahlkabinen. Im Kontext mit Fußball meint man landläufig damit meistens, dass es wieder einmal nix war. Also entweder eine Niederlage oder ein Remis, das sich anfühlt wie eine solche. In Bezug auf Admira Wacker fragen sich die Fans, wieso denn schon so oft x gespielt wurde in dieser Saison. Warum x-mal so ein fader, seelenloser Fußball geboten wird. Quasi Aktenzeichen xy ungelöst in der Südstadt.

 

Da geht es längst nicht mehr um das Empfinden von Fans, die ohnehin meistens die Vereinsbrille tragen. Sondern um Fakten. Ein einziger Torabschluss in der ersten, einer in der zweiten Halbzeit. Und diese beiden jeweils nach Standards. Wobei der erste zum Ausgleich durch Alexander Schmidt führte, da wurde die neue Torhymne „I will survive“ eingespielt. Hoppla, wieder ein Satz mit x. Aber ansonsten in den über 90 Minuten keine einzige herausgespielte Torchance der Gastgeber. Die mit dem x noch sehr gut bedient waren, denn die Vorarlberger verzeichneten nach meiner Zählung 9 Torabschlüsse. Ihrer Ineffizienz war es zu verdanken, dass sie nur einen Punkt ins Ländle mitnahmen. Wie sah das Trainer Thomas Silberberger? Er war mit der Leistung zufrieden, sprach vom bisher stärksten Gegner in dieser Saison. Wobei ich letzterer Aussage beipflichten kann, aber die Performance kann und will ich mir nicht schönreden lassen, so leid es mir tut.

Logo Admira Wacker
Logo Austria Lustenau

Admira Wacker - Austria Lustenau 1:1 (1:1)

 

Torschütze:

30' Alexander Schmidt

Viele Fans empfinden das mittlerweile als Verhöhnung, wie uninspiriert, wie unengagiert ihr Team in die Spiele geht. Es wirkt, als fehle es immer noch an Abstimmung, als würden jeweils 11 Spieler quasi Dienst nach Vorschrift machen. Die Vorschrift dürfte im immer selben sturen 3-4-3 – System sein, nur nix zu riskieren, nur nicht zu offensiv zu spielen. Jeder Gegner kommt trotzdem zu zahlreichen Chancen, die Balance im Team stimmt überhaupt nicht. Es bleibt übrigens dabei- bei einem Gegentor ist das Maximum für Admira Wacker heuer ein x. Alle drei Siege gelangen nur ohne Gegentor. In der Tabelle stehen nach 8 Runden bereits 8 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten zu Buche. Vor allem, weil dort auch schon 5 x aufscheinen. So wird das angepeilte Ziel, der Aufstieg, sehr schwer zu realisieren sein. Da ist es auch kein Trost, seit bereits über 4 Monaten und 10 Spielen ungeschlagen zu sein. Der letzte Sieg liegt nämlich mit heute Montag bereits exakt einen Monat zurück, dieser gelang damals in Klagenfurt.

 

Ob am Freitag in Floridsdorf die Trendwende möglich ist? In der Hopfengasse, wo Admira große Triumphe feierte, wird Stripfing um 18 h der Gegner sein. Ebenfalls nur x spielten die Admira Panthers zuletzt gegen die SKN Juniors (0:0), ebenfalls auswärts werden sie am kommenden Freitag (in Ortmann/Oed-Waldegg um 19.30) antreten. Um noch einen Satz mit x unterzubringen: Die Panthers werden am Nationalfeiertag gegen Wiener Neustadt spielen, dort ist der Ex-Admiraner Max Sax engagiert.

Die Fanatics schicken ihrem Mitglied Brucki beste Genesungswünsche
Trotz äußerst überschaubarer Leistung der Mannschaft steht die Kurve  nach wie vor für eine tolle Stimmung

All das ist völlig unwichtig, wenn wir an die Nachricht vom schweren Fahrradunfall des Admira-Fans und Bezirksfeuerwehrkommandanten Michael B. denken. Er musste ins künstliche Koma versetzt werden, ist aber schon wieder auf dem Weg der Besserung. Nicht nur im Stadion wurde ihm per Spruchband baldige Genesung gewünscht, auch auf diesem Weg schicke ich „Brucki“ die besten Wünsche und hoffe, dass er bald wieder vollständig fit wird. Alles Gute!

 

Forza ein Satz mit x! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

Alle Informationen zur Auswärtsfahrt nach Floridsdorf

 

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