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Immer weiter

Die Letzten bei der 30 Jahre Südstadt Fanatics – Feier machten naturgemäß das Türl zu, da war die Stunde bereits vorgerückt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Reisenden schon mit mehrfachen Glück-Wünschen ausgestattet worden. Jene Reisenden, die mit Zenica eine europäische Destination besuchten, die aus der Zeit gefallen scheint. Preise wie vor 30 Jahren, das Stadion Bilino Polje ist zwar 5 Jahre nach jenem in der Südstadt erbaut worden, wirkt aber älter. Aus der Zeit gefallen scheint auch die Bilanz des ÖFB-Teams zu Beginn der WM-Qualifikation. Noch nie in den 27 Qualis während meiner Lebenszeit gelang es einer Mannschaft, die ersten 4 Spiele zu gewinnen. Das ist durchaus bemerkenswert, viel wichtiger ist jedoch, dass sich die Rangnick-Elf für die WM qualifizieren wird. Es wäre das 9. Großereignis in den 54 Jahren, die ich nun schon lebe. Übrigens fair aufgeteilt in je 4 Welt- und Europameisterschaften.

 

Dass es nach dem glücklichen Zittersieg gegen Zypern Kritik gab, konnte ich nachvollziehen. Nicht allerdings nach dem 2:1-Erfolg in Bosnien. Dort zu gewinnen, gelingt nur sehr wenigen Teams, das ist immer ein heißer Boden und ein schwieriges Spiel. Die Kritik am Spielstil und an mangelnder Attraktivität ist eine Parallele zwischen dem ÖFB-Team und Admira Wacker. Doch schön spielen und gewinnen geht nicht immer, mitunter müssen es auch „dreckige“ Siege sein. Am Ende zählen die Fakten – Punkte und Tabelle. Dort stehen die beiden genannten Teams aktuell auf dem 2. Rang, beide peilen aber die Nr. 1 an. Wovon ich im Fall von Österreich fest überzeugt bin. Weil das Team homogen wirkt, der Kader sehr breit und qualitativ hochwertig besetzt ist. Vor allem aber auf Grund der Einstellung aller Spieler, die immer alles für ihr Team geben, mit vollem Fokus und Herzblut bei der Sache sind.

Ein gut gefüllter Sektor und eine tolle Stimmung peitschten die Österreicher zum Sieg
Wie bei fast jedem Spiel waren auch die SF in Bosnien

Diesen Eindruck hatten nicht alle Fans beim Spiel der Südstädter am vergangenen Samstag gegen den Tabellenletzten aus Bregenz. Wo in der Startaufstellung weiterhin Kapitän Lukas Malicsek wie Jörg Siebenhandl, Aaron Sky Schwarz und Manuel Holzmann verletzt fehlten. Die 3 Letztgenannten gaben vor dem Spiel Autogramme für die Fans am G2A-Standl. Nach gutem und engagiertem Beginn der Hausherren flachte das Spiel nach etwa einer Viertelstunde ab, kamen die Gäste besser ins Spiel. Und hatten bis zur Pause zwei große Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Dies konnte verhindert werden, nach dem Seitenwechsel war es dann allerdings in Minute 50 so weit. Der Außenseiter führte, wie reagierte Admira Wacker? Trainer Thomas Silberberger mit einem Dreifach-Tausch 10 Minuten später. Doch nur 2 Minuten danach wurde Turgay Gemicibasi mit der zweiten gelben Karte des Feldes verwiesen. Da trösteten sich die Fans nach Regengüssen mit einem schönen Regenbogen.

 

Doch das war nicht alles, das ihnen an diesem Nachmittag geboten wurde – es sollten noch 3 Tore folgen. Nämlich zuerst einmal der Ausgleich in Unterzahl durch Alexander Schmidt nach sehenswertem Zuspiel von Deni Alar in der 70. Minute. Das Momentum schien trotz eines Mannes weniger auf dem Feld auf Seiten der Südstädter zu sein. Doch eine weitere Unachtsamkeit im Spielaufbau ermöglichte den Gästen die erneute Führung in Minute 84. Diese wiederum wurde ebenfalls mit dem Ausgleich beantwortet, Matija Horvat besorgte diesen per Kopf nach Freistoßflanke, getreten wieder von Deni Alar. Aber auch ein Punkt war den Gastgebern zu wenig, sie versuchten noch einmal, die 3 Punkte ins Trockene zu bringen. Doch der eingewechselte Christopher Olsa vergab die beste Chance auf den Sieg in der 92. Minute nach Pass von Filip Ristanic. Sowohl für Olsa als auch das ganz Team gilt nach dem Rückschlag aber wie stets im Leben und im Fußball – es geht immer weiter.

Logo Admira Wacker
Logo SW Bregenz

Admira Wacker - SW Bregenz 2:2 (0:0)

 

Torschützen:

70' Alexander Schmidt

87' Matija Horvat

Für den Stadionsprecher des Spiels gegen Bregenz sollte es auch weiter gehen, das G2A- und Mitglied der Dreierkette machte seine Sache sehr gut, deshalb sollte nichts dagegen sprechen. Ebenfalls weiter geht es für die Admira Panthers nach der 1:3-Heimniederlage am Sonntag gegen Scheiblingkirchen am kommenden Freitag (19.9.) um 19.30 in Langenrohr. Am selben Abend gastiert die erste Mannschaft von Admira Wacker um 18h in Hütteldorf bei der zweiten Mannschaft der Grünen. Mal sehen, wie es dort weiter geht.

 

Forza immer weiter! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

 

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