Am vergangenen Freitag gab Hertha Wels ihr Debüt in der Südstadt – das galt für die Mehrzahl der Spieler, nicht allerdings für die Ex-Admiraner Luan und Albin Gashi sowie Co-Trainer Markus Lackner. Der ein Kicker mit der richtigen Mentalità, mit Herzblut und mit verantwortlich dafür war, dass die Oberösterreicher eine gut organisierte Defensive boten. Das lag aber wohl auch zu einem Gutteil am schwachen Offensivspiel der neu formierten Elf von Thomas Silberberger. Der die Startformation gegenüber dem letzten Spiel an gleich 6 Positionen veränderte bzw. verändern musste.
Clemens Steinbauer und Aristot Tambwe-Kasengele kamen für die verletzten Matija Horvat und Jörg Siebenhandl, der während der Partie auch in der Kurve stand. Mateo Meisl kehrte nach Verletzung für Manuel Holzmann in die Startelf zurück, damit standen zwei neue Kicker in der Dreierkette. Jan Murgas ersetzte im zentralen Mittelfeld Fabian Feiner, Marco Wagner spielte an der für ihn ungewohnten Position als rechter Flügel statt Marco Schabauer und Deni Alar startete als Mittelstürmer, für ihn nahm Justin Forst auf der Bank Platz.
19. Spielminute: Bis dahin sah das Spiel der Hausherren dezent gefällig aus, sie bemühten sich, den Gegner unter Druck zu setzen, was aber nicht so recht gelingen wollte. Alar flankte von halblinks auf Meisl, der zur vermeintlichen Führung einköpfte. Nur stand er im Abseits, daher zählte der Treffer zu Recht nicht. Damit war die bescheidene „Angriffswelle“ der Gastgeber aber auch schon wieder verebbt. Nie konnten sie sich in der gefährlichen Zone des Gegners festsetzen, geschweige denn Druck aufbauen oder Chancen kreieren. Dazu war ihr Spiel zu sehr zerfahren, geprägt von unerzwungenen Abspielfehlern und Missverständnissen.
Das führte zu einem torlosen Zwischenergebnis zur Pause. Wer nun dachte, dass es in Durchgang 2 eine Steigerung von Admira Wackers Spiel geben müsste, wurde enttäuscht. Das Geschehen verlagerte sich zusehends in die Hälfte der Heimelf. Ähnlich wie in der Woche davor in Favoriten kam der Gegner immer stärker auf, ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Die einzige nennenswerte Aktion der Südstädter war ein Angriff, bei dem Alexander Schmidt auf den eingewechselten Forst ablegte, der den Ball ins Tor beförderte. Bei seinem Schuss stand jedoch Filip Ristanic im Abseits und behinderte die Sicht des Welser Tormanns.
Admira Wacker - FC Hertha Wels 1:0 (0:0)
Torschütze:
90'+6 Justin Forst
Auf Grund einer langen verletzungsbedingten Pause wurden 8 Minuten Nachspielzeit angezeigt. Darin logischerweise enthalten die 95. Minute. In dieser schlug Goalie Steinbauer den Ball weit in die gegnerische Hälfte, Schmidt legte per Kopf auf Forst ab, der zum euphorisch umjubelten Siegtreffer einschob. Der Jubel fiel wohl auch deshalb so ekstatisch aus, weil durch den Treffer sehr großer Druck vom Team abfiel. Das wiederum könnte im Kopf Blockaden lösen, neue Kräfte freimachen. Mit dem „3er“ stieß Admira Wacker in der Tabelle auf Rang 2 vor, der Rückstand auf den Ersten beträgt 2 Zähler.
Es war der 1. Heimsieg seit dem 9. Mai, damals gab es ebenfalls ein 1:0 gegen den späteren Absteiger Voitsberg. Die Steirer werden am Dienstag (19.30) Gegner Admira Wackers im Cup sein. Dort taten sich die Südstädter schon im Vorjahr sehr schwer, in der aktuellen Form wird es vermutlich nicht leichter werden. Zudem kickte Voitsberg in der ersten Runde bereits die Wiener Violetten aus dem Bewerb. Das passierte mit Klagenfurt auch dem zweiten Gegner dieser Woche in Horn. Dadurch wird es in Voitsberg vermutlich zu erneuter Rotation in der Startelf kommen. Die beiden Absteiger werden jeweils mit dem Bus angereist, insgesamt wird das Team diese Woche auf über 1000 km im Bus kommen.
Die Admira Panthers werden nach der Last Minute 1:2-Niederlage in Zwettl erneut auswärts antreten, diesmal in Ybbs (Sa, 17h). In der Südstadt findet am Sonntag ein Spiel der ersten Bundesliga statt, um 17h wird Hartberg die Wiener Grünen empfangen. Danach wird auf Grund von Länderspielen in den 2 obersten Ligen pausiert. Diese Gelegenheit werden die Südstadt Fanatics 1995 wahrnehmen, um ihr 30. Jubiläum zu zelebrieren.
Forza 19./95.! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)


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