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Mentalità

Mit Thomas Ebner wurde in der Vorwoche nicht nur einer der letzten aktiven Südstadt-Akademiker verabschiedet, sondern auch ein Mann mit Herzblut, mit Mentalità. Was bedeutet nun dieses Wort, dieser Ausdruck, der im Grund mit Mentalität aus dem Italienischen übersetzt wird? Es beschreibt die Gesinnung, eine Geisteshaltung, die Denkweise oder Einstellung eines Menschen. Im Grund genommen ein neutraler Ausdruck, den es genauso wie etwa das Wort „Benehmen“ mit einem Adjektiv zu verfeinern gilt. Also es genügt nicht zu sagen „benehmt’s Euch Kinder“, denn sie sollen sich laut Auffassung etwa der Eltern gut, brav benehmen. Ebenso verhält es sich mit der Mentalità, mit der man aber landläufig eher positive Eigenschaften verbindet. Im Fußball etwa Siegeswillen, das Mindset, jeden Zweikampf gewinnen, immer besser sein zu wollen. Darum habe ich Thomas Ebner als Beispiel verwendet.

 

Ein ähnlicher Spieler wie er ist in der aktuellen Mannschaft von Admira Wacker Turgay Gemicibasi, der immer alles gibt, versucht, auch seine Mitspieler mitzureißen. Er stand zu Recht immer in der Startelf, in der Trainer Thomas Silberberger für das Spiel gegen die Young Violets einige Änderungen vornahm. Mateo Meisl fehlte verletzt, wurde vor der Partie von seinem Ex-Klub offiziell verabschiedet. Für ihn lief Manuel Holzmann links in der Dreierkette auf. In deren Zentrum gab Stefan Haudum sein Comeback, diesmal als Kapitän. Die Schleife übernahm er von Matija Horvat, der rechts in der Kette Aristot Tambwe-Kingele ersetzte, zuletzt rechts im Mittelfeld spielte. Ein für mich ebenso unverständlicher Wechsel wie jener im Tor von Clemens Steinbauer zu Jörg Siebenhandl. Nichts gegen den Routinier, aber Steinbauer spielte stets stark und einen Goalie wechselt man aus meiner Sicht nicht ohne Not.

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Logo Admira Wacker

Young Violets - Admira Wacker 1:1 (0:1)

 

Torschütze:

14' Aaron Sky Schwarz

 

Hier findest du den Spielbericht auf der Admira-Seite!

Ansonsten liefen unverändert die Neuzugänge Justin Forst, Alexander Schmidt und Aaron Sky Schwarz trotz bisher sehr bescheidener Leistungen von Beginn an auf. Schwarz schoss in der 14. Minute nicht in den Himmel, sondern volley von knapp außerhalb des Strafraums ins linke Kreuzeck zur Führung seines Teams. Das bis zur Pause dieses Resultat verwaltete, die erste Halbzeit hatte generell sehr niedriges Niveau und Tempo vorzuweisen. Das änderte sich in Durchgang zwei insofern, als die Gastgeber mehr für die Offensive taten, auch auf das Gaspedal drückten. In Minute 67 musste sich Siebenhandl gehörig strecken, um den Ausgleich zu vermeiden. In dieser Phase bettelten die Südstädter richtiggehend um ein Gegentor. Das wurde in der 73. Minute nach erneut haarsträubendem Defensivspiel erzielt. Kurz darauf hatten die jungen Violetten die Möglichkeit in Führung zu gehen, vergaben diese aber. Die beste Chance auf den Sieg hatte Deni Alar in Minute 88, doch er traf ebenso wenig wie die Hausherren in der Schlussminute.

 

Vom Spielverlauf und den Leistungen war es ein gerechtes Remis, so ehrlich muss man sein. Wie eine mir sehr wohl bekannte Quelle eruierte, war dies das 7. Mal in den vergangenen 13 Ligaspielen, dass Admira Wacker eine Führung aus der Hand gab. Auch das hat mit Mentalità zu tun, mit Leidenschaft und Herzblut. Diese Eigenschaften sehen die Fans auf der Tribüne aktuell überhaupt nicht, die Spieler vom Feld auf der Tribüne aber sehr wohl. Dort wird der Verein gelebt, Vollgas von der ersten bis zur letzten Minute gegeben. Das fordern Fans überall auch zu Recht von den Kickern ihrer Vereine. Im Vorjahr hatte man den Eindruck, dass aus einer sicher nicht höchst talentierten Truppe eine verschworene zusammenwuchs, die durch ihre Mentalità viele Punkte holen konnte. Das fehlt aktuell, auch wenn man einem neuen Team Zeit zugestehen muss, um zu performen. Aber am Ende des Tages ist Fußball ein Ergebnissport, zählen Tore, Punkte und die Tabelle. Im Fall von Admira Wacker auch das Ziel Aufstieg.

Wieder einmal war nur der Support einer Admira würdig

Ob dieser ein Ziel der Admira Panthers ist, kann ich nicht sagen, das wurde nie offiziell ausgesprochen. Am vergangenen Samstag vergaben die Youngsters wie die Erste eine Führung und teilten beim 1:1 in Traiskirchen mit Ardagger die Punkte. Am kommenden Freitag werden sie um 20h in Zwettl antreten, eine halbe Stunde später wird Hertha Wels seine Premierenvorstellung in der Südstadt geben. Mit dabei mit Markus Lackner ein Ex-Admiraner auf der Trainerbank (als Co), auf den die Beschreibung Mentalità im positivsten Sinn ebenfalls sehr gut passt. Und mit Albin Gashi ein erst kürzlich gewechselter Spieler, der sicher gerne zeigen wird wollen, dass man ihn nicht abgeben hätte sollen.

 

Forza Mentalità! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

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