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Thomas Ebner

Zwei Reiseberichte reichen vorläufig, finde ich und gehe aus der Südstädter Erlaufstraße in die Steinböckstraße. Sonntag früh, da schlafen die meisten Menschen in West Enzersdorf noch. Weil, warum? Weil sie schlafen und andere nicht, die gehen lieber um halb 9 zum Frühschoppen der Fanszene Südstadt. Zum Einstimmen auf das erste Bewerbs-Heimspiel seit Ende Mai. Es ist der Auftakt zur Jubiläumssaison 2025/26 vor heimischer Kulisse, mit einer Vielzahl an Debüts in der Südstadt. Da wären einmal die zahlreichen Neuverpflichtungen der Kampfmannschaft, dazu etliche in der Geschäftsstelle – neben dem Geschäftsführer, dem CEO in den Bereichen Sales & Marketing, Grafikdesign & digitale Dienste, Finanzen & Business Development sowie Social Media Management und einer neuen Physiotherapeutin für die Akademie. Herzlich willkommen in der Südstadt!

 

Ebenfalls debütierte bei der Matinée der Nachfolger von Pascal Starka (jetzt bei FavAC aktiv) am Stadionmikro. Seine erste Ansage galt einer Südstädter Legende. Thomas Ebners Vertrag wurde nicht verlängert und er nun gebührend verabschiedet. Der Wiener Neudorfer trug den Dress von Admira Wacker ab dem Alter von 10 Jahren, als Profi lief er 278 Mal für den Verein auf. Bis auf drei Saisonen in Wien war er nur in der Südstadt tätig. Der „Terrier“ war stets ein vorbildlicher Sportsmann, am Ende auch Kapitän seines Teams. Die Fans hatten nach dem Spiel die Gelegenheit, sich persönlich von ihm zu verabschieden. Ich wünsche ihm bei seiner neuen Aufgabe in Traiskirchen alles Gute!

Vor Spielbeginn stärkten sich die Admiraanhänger bei einem gemeinsamen Frühschoppen
Logo Admira Wacker
Logo Amstetten

Admira Wacker - SKU Amstetten 2:2 (0:1)

 

Torschützen:

79' Alexander Schmidt

85' Deni Alar

 

Hier findest du den Spielbericht auf der Admira-Seite!

Er sah ein Spiel auf sehr bescheidenem Niveau bei sehr hohen Temperaturen. Auf Seiten der Hausherren fehlten der nominelle Kapitän Lukas Malicsek sowie Jörg Siebenhandl und Stefan Haudum weiterhin verletzt. Es lag aber wohl nicht an den Ausfällen, dass der Elf von Thomas Silberberger kein Rezept gegen Amstetten einfiel. Im Gegenteil – mit Fortdauer des Spiels kamen die Gäste immer besser auf und verzeichneten zwei große Möglichkeiten zur Führung. Diese gelang eine Minute vor dem Ende der ersten Halbzeit nach einem katastrophalen Fehlpass in der Vorwärtsbewegung der Gastgeber. Zur Pause wechselte Silberberger drei seiner Männer aus, das brachte aber wenig Schwung in die Angriffsbemühungen seiner Elf.

 

Nach der harten roten Karte gegen Offenthaler in der 53. Minute war lange nicht zu erkennen, welches Team in Überzahl agiert. Es dauerte 26 Minuten, bis vor der Nordkurve der erlösende Ausgleich durch Alexander Schmidt fiel. In der 85. Minute wurde das Resultat dann durch den Treffer des eingewechselten Deni Alar gedreht. Doch wer gedacht hatte, dass Amstetten damit erledigt wäre, irrte gewaltig. Nach einer Reihe von Fehlern und abschließendem Bock gelang den Mostviertlern in der 90. Minute der Ausgleich. Es blieb bei der für die Südstädter enttäuschenden Punkteteilung, die Gäste feierten den Zähler.

Die Kurve war sehr gut gefüllt und sorgte für gute Stimmung bei hohen Temperaturen
Unserem treuen Hubert wurde eine gute und rasche Genesung gewunschen

Ich bin grundsätzlich Optimist und möchte auch der Mannschaft die notwendige Zeit geben, sich einzuspielen, ein Team zu werden. Doch mein Optimismus sieht sich aktuell auf eine harte Probe gestellt, zu viel läuft da falsch auf dem Rasen. Ich habe meine Meinung bezüglich einzelner Transfers, der Ignoranz gegenüber der Eigenbauspieler und das sture Festhalten an einem einzigen System mit viel zu häufig nicht auf ihren Positionen eingesetzten Spielern schon mehrfach ausgedrückt. Sollte sich nicht schleunigst und gravierend einiges ändern, sehe ich die Aufstiegsambitionen eher skeptisch. Ich lasse mich aber sehr gerne eines Besseren belehren.

 

Das alles sind aber nicht die Gründe, warum ich mir die nächste Partie nicht live im Stadion ansehen werde. Zum Auswärtsspiel gegen die Young Violets (Sa 16. 8., 20h) spendiert der Verein einen kostenlosen Bus aus der Südstadt, Details hier. Bereits 3 Stunden davor wird in der Südstadt gekickt – Hartberg wird RB Salzburg empfangen. 2 Stunden früher (15h) empfangen die Admira Panthers in Traiskirchen Ardagger. Das Auftaktspiel in St. Peter wurde am vergangenen Freitag mit 2:1 gewonnen. Wenn ich an diesem Tag Zeit hätte, würde ich mich von den drei besprochenen Spielen wohl für die Partie der Panthers entscheiden. Diese zeigen in der Landesliga weiterhin erfrischenden Offensivfußball mit Admira Wacker-DNA. Und wer weiß, vielleicht ist auch der nächste Thomas Ebner dort zu bewundern.

 

Forza Thomas Ebner! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

Alle Informationen zur Auswärtsfahrt nach Weiz

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