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Stockholm Special

Am vergangenen Freitag startete Admira Wacker die Saison in Weiz – alles zu diesem Spiel bitte auf www.deradmiraner.at nachlesen. Denn für meine Wenigkeit war der Ausflug in die grüne Mark der Auftakt zur steirisch-schwedischen Woche. Nach Abschluss der erste Cup-Runde wurde nach dem Finale der Damen-EM im ORF die zweite Runde ausgelost. Admira trifft am 26., 27. oder 28. August auswärts auf den ASK Voitsberg. Bereits jetzt nehmen wir schon Anmeldungen für die Busfahrt entgegen!

Der Jubel über den Erfolg im Cup war sehr groß
Der Gästesektor grenzte quasi an das Spielfeld

Logo SC Weiz
Logo Admira Wacker

SC Weiz - Admira Wacker 0:3 (0:0)

 

Torschützen:

49' Justin Forst

75' Turgay Gemicibasi

90+3' Aaron Sky Schwarz

 

Hier findest du den Spielbericht auf der Admira-Seite!

Seit Samstag befinde ich mich im schönen Stockholm, davon werde ich inklusive Spielberichts von AIK vs. Östers in der nächsten Kurvenlage berichten. Die Schweden! Das wusste schon Hans Huber dazumals, die sind ein ganz schwerer Brocken! Womit assoziiert man als Erstes Schweden? Schwedenbomben, Pippi Langstrumpf, ABBA, IKEA, viele Wälder und Seen, frischen Fisch, Zimtschnecken, Köttbullar und Elche würden mir da zuerst einfallen. Oder die jährlich in Stockholm vergebenen Nobelpreise.

 

Sverige, wie es in der Landessprache heißt, ist gut fünfmal so groß wie Österreich, hat aber mit ca 10,5 Millionen Einwohnern nur etwa 1,3 Millionen mehr als die Alpenrepublik. Viele große, offene Naturflächen gibt es im Norden, die Gesellschaft Schwedens ist ebenso offen und liberal. Aus den ursprünglichen Wikingern wurden dank Ansgar Christenmenschen, ab dem 16. Jahrhundert regierte das Adelsgeschlecht der Wasa das Land. Heute ist es eine parlamentarische Monarchie mit Carl Gustaf als Staatsoberhaupt, grob vergleichbar mit unserem Bundespräsidenten. Schweden war bereits in den 1970er Jahren ein blühender Wohlfahrtsstaat, der vielen Ländern Europas als Vorbild diente. Vor allem bei der Gleichberechtigung der Frauen sind die Schweden weit vorne dabei. Bei der Frauen-Fußball-EM scheiterten die Schwedinnen im Viertelfinale an den Finalistinnen von England. Es gibt aber kaum eine Sportart, bei der „Tre Kronor“ nicht Weltklasse ist. Von der Leichtathletik bis zu den Wintersportarten gibt es zahlreiche schwedische Olympiasieger:innen und Weltmeister:innen. Namen wie Björn Borg, Ingemar Stenmark Pernilla Wiberg, Karolina Klüft, Stefan Edberg, Gunde Svan oder Mondo Duplantis sind weltbekannt. Das mag auch daran liegen, dass in Schweden Bewegung an der frischen Luft für alle Menschen ganz selbstverständlich ist, nicht nur am Land, auch in den Städten bieten sich dafür zahlreiche Naturflächen an.

 

Im Fußball gab es vor meiner Zeit eine große Ära Schwedens mit Kickern wie Nordahl, Rydell, Gren, Liedholm oder Hamrin. Die 3 Letztgenannten standen bei der Heim-WM 1958 im Finale, das sie gegen Brasilien allerdings verloren. Zu „meiner Zeit“ erlebte ich nicht nur Superstars wie Fredrik Ljungberg, Henrik Larsson und Zlatan Ibrahimovic, sondern mit Roger Ljung hautnah in der Südstadt einen ebenfalls ganz großen Spieler der schwedischen Nationalelf. Er erreichte als Admiraner bei der Heim-EM 1992 mit seinem Team das Halbfinale. Da kam er zu seinem einzigen Einsatz, 2 Jahre später bei der WM in den USA absolvierte er (als Spieler von Galatasaray) alle Spiele bis zum Semifinale, wo gegen Brasilien Endstation war. Seine Teamkameraden errangen dann noch den für Schweden sensationellen 3. Rang bei dieser Weltmeisterschaft. 

Ljungs erste Profistation war wie bei „Zlatan“ Malmö FF, beide verdienten wie alle oben erwähnten Kicker ihr Geld vornehmlich im Ausland. Auffällig ist auch, dass von den oben genannten Spielern lediglich Hamrin seine Karriere bei einem Stockholmer Klub (AIK) startete, alle anderen kamen aus der „Provinz“, eben Malmö, Helsingborg, Halmstad oder Göteborg. Die schwedische Liga mit ihren 16 Klubs veranstaltet eine Jahresmeisterschaft, das ermöglichte mir auch den Besuch der Partie AIK Stockholm gegen Östers Växjö. Das 1891 gegründete AIK ist aktuell einer von 4 Klubs aus der Hauptstadt in der 1. Liga mit einem beachtlichen Zuschauerschnitt von ca 33 000 in der Vorsaison. Hammarby (gegründet 1897) folgt mit etwa 24 000, Djurgarden (1891) hatte immerhin einen Schnitt von 18 000. Das 1942 aus der Taufe gehobene Brommapojkarna ist da mit etwa 2500 Fans im Durchschnitt eher abgeschlagen. Aktueller Meister ist allerdings keiner der Stockholmer Klubs, Malmö FF verwies Hammarby, AIK und Djurgarden auf die Plätze, Bromma belegte in der Vorsaison den 10. Platz.

 

Natürlich wird die Reise nicht nur für das Spiel angetreten, Stockholm hat sehr viele interessante Facetten zu bieten. Besiedelt ist das Gebiet, das zu 30% aus Wasser besteht, seit dem 11. Jahrhundert, der Name setzt sich aus Stock (Baumstamm) und Holme (kleine Insel) zusammen. Tatsächlich besteht die Stadt aus 14 Inseln, die durch 53 Brücken verbunden sind. Die „City“ zählt knapp eine Million Einwohner, im Großraum Stockholm leben mit 2,4 Millionen Menschen nahezu ein Viertel der gesamten schwedischen Bevölkerung. Neben etlichen historischen Bauwerken wie Schlössern und Museen – etwa jene zum Geschlecht der Wasa, zu den Poplegenden von ABBA, den Wikingern oder Astrid Lindgren- freue ich mich auch auf einen Bootsausflug zu den Schären. Aber ich versuche immer, eine neue Stadt ohne große Ziele zu „ergehen“, einfach zu bummeln und das Lebensgefühl zu inhalieren, mit Einheimischen und der Kulinarik in Kontakt zu kommen. Dazu werde ich in der nächsten Kurvenlage mehr erzählen können, auch vom Abschluss der steirisch-schwedischen Woche am kommenden Freitag in Kapfenberg (18h). Hej!

 

Forza Stockholm Special! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

Alle Informationen zur Auswärtsfahrt nach Kapfenberg

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