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7/7 Nations Army

Die EM ist zwar noch nicht vorbei, Semifinali und Finale werden noch ausgetragen, doch Österreich musste am vergangenen Dienstag Herzblut-en. Meine Kurzbilanz des Turniers aus Sicht des ÖFB: Gegen Frankreich sah ich ein nervöses Spiel unserer Elf, ersichtlich an den vielen unerzwungenen Abspielfehlern und der untypischen (Über-) Härte Österreichs. Frankreich war zwar feld- und an Chancen überlegen, wäre aber an diesem Tag fällig gewesen, zumindest ein 0:0 hätte herausschauen können. Dem Druck wurde gegen Polen standgehalten, nach der frühen Führung wurde zusehends die Spielkontrolle verloren, der Ausgleich war nur logisch. Doch durch eine starke zweite Hälfte gab es ein gutes Ende für die Rangnick-Elf auf Grund einer starken (Willens-) Leistung. Getoppt vom großartigen 3:2- Sieg gegen die Niederlande, zweimal wurde nach Führung der Ausgleich weggesteckt, am Ende fixierte man sogar den Gruppensieg mit dem Weltklassetor zum Endstand durch Marcel Sabitzer.

 

Um dessen Frisur sich manches Gespräch beim Türkei-Spiel drehte – doch ganz klar zu sagen ist, dass er seine Leistung gebracht hat, einer unserer Besten im Turnier war. Zwei Ecken gab es im ganzen Spiel für die Türken, beide führten zum Torerfolg. Warum? Weil einerseits mit David Alaba der Abwehrchef fehlte, mit ihm wäre vermutlich auch das Eigentor beim Frankreichspiel so nicht passiert. Schon da fehlte es an der Abstimmung, an der Organisation, dazu kommt, dass der Tormann gegen die Türkei vor den Gegentoren auf den Ball hätte gehen müssen anstatt zuzusehen. Doch Fehler in der Defensive werden oft mit Gegentreffern bestraft, während Fehler in der Offensive weniger harte Konsequenzen nach sich ziehen. Nur einmal mehr „7 Nations Army“ hätte ich gerne gehört in diesem Spiel, mit einem Ausgleich wäre es in die Verlängerung gegen ausgepumpte Türken gegangen.

Wie in Düsseldorf gab es in Leipzig einen Fanmarsch
Durch die Stadt zogen die österreichischen Fans zum Stadion
Im Stadion herrschte grandiose Stimmung wie bei der ganzen EM

Doch die mangelnde Chancenverwertung war letztlich zu viel, da wurden Hochkaräter vergeben, das darf auf diesem Niveau nicht passieren. Warum Marko Arnautovic nach zwei bescheidenen Leistungen wieder starten durfte und dann bis zum Ende drinnen blieb, wird ein Geheimnis des Teamchefs bleiben. Der unbestritten mit seinem Team viel erreicht hat, beim Türkei-Spiel aber zu spät auf die taktische Variante von Vincenzo Montella mit der 5er-Kette des Gegners reagierte. Ich denke, man sollte Kritik sowohl positiv als auch negativ artikulieren. Aus Fehlern, aus Niederlagen lernt man, im Fall dieses Teams gehe ich davon aus, dass das bittere Ausscheiden trotz klarer Überlegenheit in allen Statistiken – bis auf die wichtigste – eine weitere Entwicklung bringen wird, noch mehr Siegeshunger. Den hatten viele Fans inklusive meiner Wenigkeit, es ist tatsächlich extrem schade, dass diese Mannschaft nicht über das Achtelfinale hinausgekommen ist.

 

Der unsägliche Wolfsgruß des türkischen Torschützen wurde mit zwei Spielen Sperre geahndet, ebenso unnötig waren die Becherwürfe und xenophoben Sprechchöre einiger österreichischer Fans, die aber eine Mini-Minderheit darstellen. Die offizielle Fanszene distanzierte sich klar davon. Was auch bleibt, ist die Erinnerung an 2 großartige Spiele im Olympiastadion, wohin ich so gerne noch einmal gefahren wäre. Weil die Stimmung dank der zahlreichen österreichischen Fans großartig war, im Stadion und davor in der Stadt, bei den Fanmärschen. Doch nun heißt es: Next Stop St. Anna/Aigen am 27. Juli, dort wird das nächste Bewerbsspiel von Admira Wacker stattfinden. Die ersten Meisterschaftsrunden wurden bereits terminlich fixiert, mehr dazu hier. Dafür ist das Team von Thomas Silberberger in harter Vorbereitung, heute Montag geht es für 4 Tage für ein Camp in des Trainers Heimat Tirol.

Der Andrang zum Testspiel in der Südstadt war enorm
Das Stadion war wieder einmal seit langem ausverkauft
Schlussendlich trennten sich die Mannschaften unentschieden

Getestet wird weiterhin fleißig, zuletzt gegen Fenerbahce mit Trainer José Mourinho. 7000 vorwiegend türkische Fans wollten das Spiel sehen, das ergab eine nette Einnahme für Admira Wacker. Wer in diesem Spiel Favorit war, ist bei einem Marktwertverhältnis von rund 4 Millionen : ca 197 klar. Doch in Führung ging einen Tag vor dem 7.7. die Heimelf – ausgerechnet in Minute 7 durch die Nr. 7, Reinhard Young. Da wurde wie bei der EM und in der Südstadt schon lange üblich „7 Nations Army“ der White Stripes abgespielt. Ein Elfergeschenk ergab den Ausgleich für die Türken, deren Karawane sich schon vor Spielschluss auf den Weg machte, da sie ihr Team beim Ausscheiden aus der EM sehen wollten. Sie verpassten einige der insgesamt 25 Spieler, die von Admira Wacker eingesetzt wurden, unter ihnen auch Neuverpflichtung Matija Horvat und der auf Probe spielende Josef Weberbauer. Vermutlich werden nicht alle die Reise nach Tirol antreten, es war die Rede von einem reduzierten Kader. Gleiches gilt für den nächsten Test am kommenden Freitag um 18h in der Südstadt gegen BW Linz.

 

Forza 7/7 Nations Army! Forza Südstadt Fanatics! Forza Admira Wacker! (ms)

derAdmiraner ist ab sofort online und infomiert auf seiner Seite

 

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